Erdgas
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Eine gute Nachricht in Sachen Klimaschutz: Laut einer Energieprognose von Exxon wird immer mehr Erdgas für die Stromerzeugung genutzt. So kann zukünftig die CO2 Belastung im Vergleich zur Kohle um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Die Energiewende trägt also Früchte, das Klima wird durch den Energiemix deutlich geschont.

Vermehrter Einsatz von Erdgas

Die diesjährige langfristige Energieprognose von Exxon Mobil zeigt laut dem Unternehmen auf, dass wir immer klimaschonender Energie gewinnen. Grund dafür sei vor allem die Tatsache, dass zukünftig mehr Erdgas zur Stromerzeugung genutzt wird. Nach 2030 soll es sogar zum Energieträger Nummer eins werden. Schon heute heizt jeder zweite Haushalt mit Erdgas. Gut für Deutschland und gut für das gesamte Klima.

Erneuerbare Energien setzen sich durch

Zukünftig werden sich die erneuerbaren Energien immer stärker durchsetzen und im Jahr 2040 sollen sie ein Viertel des Energiemixes ausmachen und in etwa den Anteil von Mineralöl erreichen. So jedenfalls sehen es Exxon und auch der britische Ölmulti BP. BP bezeichnet in seinem vorgelegten Bericht die erneuerbaren Energien als am schnellsten wachsend. Unverzichtbar bleibt dagegen Rohöl vor allem im Straßenverkehr. Denn auch 2040 werden noch rund 65 Prozent aller Fahrzeuge mit Diesel oder Benzin betrieben werden.

Klimabericht der Internationalen Energieagentur

Im neusten Klimabericht der IEA wird davon ausgegangen, dass Wind, Wasserkraft und Sonne in naher Zukunft Kohle und Öl als wichtigste Energiequellen überholen werden. Anfang Dezember findet dazu die UN-Klimakonferenz in Paris statt, wo dann die Staaten gefordert sind. Laut der IEA-Generalsekräterin Maria von der Hoeven ist es höchste Zeit, aktiv zu werden, denn im Energiebereich werde doppelt so viel Treibhausgas produziert, wie bei allen anderen Energieverbrauchern zusammen. Daher, so Fatih Birol als IEA-Chefökonom, müsse sich jedes Abkommen in Paris auf den Energiesektor fokussieren. Er betont auch, dass 2030 etwa 60 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kommen dürften und so weltweit ein Viertel des Energiebedarfs aus sauberen Quellen abgedeckt werden könnte. Insgesamt werden von der Internationalen Energieagentur 29 Staaten in Energiefragen beraten, zu diesen gehören neben den USA auch Deutschland. Die IEA selbst gehört zur OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Schon jetzt ist Positives erkennbar

Heute schon, so Exxon Mobil, wirkt sich der sinkende Energiebedarf positiv auf die Schadstoffbelastung aus. Vor allem in Deutschland wird der Energieverbrauch stetig verringert, weil Energie immer effizienter genutzt werde. Dieser positive Trend wird sich auch zukünftig weiter durchsetzen und verstärken. Es ist davon auszugehen, dass im Jahr 2040 etwa ein Drittel weniger Energie benötigt wird als heute. Gründe dafür sind wirtschaftlichere Technologien aber auch das wachsende Energiebewusstsein.

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