Nachhaltigkeit
Immer mehr Unternehmen schauen der Energiewende positiv entgegen. © panthermedia.net / Leo Wolfert

Wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt, sprechen sich deutsche Unternehmen zunehmend für einen Ausbau der Energieversorgung durch regenerative Energien aus. Bereits für 43 Prozent der deutschen Unternehmen gibt es in Bezug auf die energetische Zukunft Deutschlands eine positive Antwort auf die Frage der Energiewende.

Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und die Förderung regenerativer Energiequellen rücken zunehmend in den Vordergrund. Unterstrichen wird dieser Trend zusätzlich durch die rückläufige Zahl der Energiewendegegner. Noch im Jahr 2014 bewerteten 34 Prozent der Unternehmen den Weg hin zum ökologisch korrekten Strom negativ oder sehr negativ. Die Zahlen von 2015 zeigen, dass der Anteil der Widersacher mit 24 Prozent einen Rückgang von 10 Prozent zu verzeichnen hat, was die Gruppe zunehmend zur Minderheit werden lässt. Bereits in 35 Jahren, so der aktuelle Report von Greenpeace, soll der Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt sein.

Energieeffizienz – eine Aufgabe des Managements

Gerade im Managementbereich vieler Unternehmen gewinnt die Steigerung der Energieeffizienz immer mehr an Bedeutung. Wie die DIHK berichtet, planen 77 Prozent der befragten Betriebe eine Effizienzsteigerung in puncto Energieversorgung und befinden sich zum Teil schon in der Umsetzung. Maßnahmen wie der Aufbau einer hauseigenen Energieversorgung, die den Energiebedarf des Unternehmens zu gewissen Teilen decken kann, stehen hoch im Kurs. Die Quote der geplanten bzw. umgesetzten Maßnahmen liegt bei 37 Prozent. Weiterhin ziehen 39 Prozent der Unternehmen den Bezug von Energie aus regenerativen Quellen in Betracht oder nutzen bereits Ökostromangebote.

Gründe für die positive Bewertung

Laut DIHK gibt es verschiedene Ursachen für die überwiegend positive Bewertung. Neben den aktuell niedrigen Ölpreisen spielt der ausgebremste Anstieg der Strompreise eine wichtige Rolle. Des Weiteren tragen politische Entwicklungen zur guten Stimmung bei. Aufgrund der Reform des Energieeinspeisegesetzes und der Ankündigung, dass die Energiewende in Zukunft näher am Markt stattfinden soll, blicken deutsche Unternehmen entspannter auf eine Entwicklung hin zum grünen Strom. Hauptproblem der Energiewende ist bisher vor allem das Speichern der überschüssigen Energie.

Fazit: Forderungen deutscher Unternehmen

Die Stimmung ist gut, doch die Unternehmen bringen verschiedene Forderungen an. Aus Sicht deutscher Betriebe besteht in gewissen Bereichen noch Handlungsbedarf. So fordern zum Beispiel 75 Prozent der Befragten einen Ausbau der Netze. Laut DIHK-Umfrage legen 62 Prozent besonderen Wert auf eine bessere Koordination der Energiewende und für 61 Prozent spielt die Senkung der Strompreisabgaben eine wichtige Rolle. Zusammenfassend zeigt sich am Markt ein deutlicher Aufwärtstrend in Sachen grüner Energie. Allerdings gilt es auch in Zukunft Unternehmen zunehmend für den ökologischen Weg zu begeistern. Die Ziele des Bundes sind noch lange nicht erreicht und die Energiewende ist letztlich auch von Unternehmen und Verbrauchern zu tragen.