Private Krankenversicherung will das kapitalgedeckte System verstärken
Private Krankenversicherung will das kapitalgedeckte System verstärken

In Zukunft erzeugen vor allem Windparks im Norden Deutschlands Energie, die im Süden gebraucht wird. Der Strom soll eigentlich über die typischen Hochspannungsfreileitungen transportiert werden, allerdings regt sich gegen diese immer mehr Protest. Eine Alternative zu Überlandleitungen ist ein unterirdischer Stromtransport durch Bodenkabel. Dieser ist allerdings nur dann möglich, wenn Gleichstrom geleitet wird.

Vorhandene Netze bauen auf Wechselstrom

Der Wechselstrom hat Eigenschaften, die seinen Gebrauch einfach machen, denn er kann mit Transformatoren herunter- und herauftransformiert werden. Um beim Transport des Stromes über lange Strecken möglichst wenig an Energie zu verlieren, wird die von den Kraftwerksgeneratoren produzierte Wechselspannung bis auf viele Hunderttausend Volt hochtransformiert. Diese geht dann durch die Leitungen und wird am Zielort wieder heruntertransformiert. Beim Verbraucher kommen dabei die üblichen 230 Volt in der Steckdose an.

Gleichstrom günstig für große Distanzen

Die Weiterentwicklung der Technik macht es möglich, dass elektronische Wandler Wechselspannung sehr effizient in Gleichspannung umwandeln und umgekehrt. Bereits jetzt ist bei einer Übertragung von Strom über große Distanzen ab 750 Kilometern der Gleichstromtransport effizienter als der von Wechselstrom. Die Drähte wirken für Wechselstrom wie ein Kondensator, dessen Wirkung sich bei höherer Frequenz steigert. Die dicke isolierende Kabelummantelung in der See oder in der Erde erhöht den Effekt. Der Gleichstrom hat keine Frequenz, deshalb tritt diese Kondensatorwirkung nicht auf.

Im Meer bereits lange bewährt

Im Meer sind Gleichstromkabel den Wechselstromkabeln sogar bereits ab 100 Kilometern überlegen. So soll ab 2018 ein 1400-Megawatt-Kabel Deutschland und Norwegen verbinden. Dadurch können Wasserkraftwerke in Skandinavien zum Zwischenspeicher für deutschen Wind- und Solarstrom werden.

Effizienter und teurer

Für die neuen Hochspannungstrassen wäre es durchaus sinnvoll, Gleichstromkabel in die Erde zu bringen. Die Verlegung ist allerdings wesentlich teurer als das Bauen von Hochspannungsmasten. Genaue Aussagen über die Kosten lassen sich nicht treffen, denn fast alle Studien zu diesem Thema kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Der Bundesverband für Windenergie zeigt auf, dass etwa 30 Prozent mehr Kosten im Vergleich zur Freileitung entstehen würden, andere Institutionen errechneten bei ihren Untersuchungen deutliche höhere Kosten.