Waschmaschine
Die Energiekennzeichnung von Haushaltsgeräten soll vereinfacht werden © panthermedia.net / Serghei Starus

Die bisherige Energiekennzeichnung mit den Klassen A bis G und den zusätzlichen Untergruppen von A+ bis A+++ auf Haushaltsgeräten, Fernsehern oder Waschmaschinen hat die Konsumenten eher verunsichert als aufgeklärt. Die EU-Kommission will diese Kennzeichnung nun wieder vereinfachen, damit sich die Konsumenten im Kennzeichnungsdschungel wieder zurechtfinden. Aus diesem Grund wurde jetzt ein Gesetzesvorschlag in Brüssel eingebracht.

Vereinfachte Skala von A bis G kommt

Der Vorschlag sieht vor, dass die zusätzlichen + wieder wegfallen und nur A bis G übrigbleibt. Bisher war es so, dass Haushaltsgeräte mit der Kennzeichnung A+++ die sparsamsten waren und C die schlechtesten. Geräte, die noch schlechter als C eingestuft werden, dürfen überhaupt nicht mehr zum Verkauf angeboten werden. Bei Waschmaschinen mit mehr als vier Kilogramm Beladungskapazität war es bisher eine gängige Regel, dass das sparsamste Gerät ebenfalls mit A+++ gekennzeichnet wurde. Dasjenige Modell, das am meisten Energie verbrauchte, war aber immer noch mit A+ gekennzeichnet. Bei Wäschetrocknern, die waschen und trocknen, gab es aber die Kennzeichnung von A bis G.

Waschmaschinen mit A+ keineswegs sparsam

Begonnen hat die Energiekennzeichnung wie geplant mit A bis G, diese Regelung galt auch für Staubsauger, Klimaanlagen, Glühbirnen oder Geschirrspüler. Der technische Fortschritt brachte es jedoch mit sich, dass immer neue Modelle und damit immer neue Unterklassen gefunden werden mussten und so begann die Kennzeichnung mit A+ bis A+++. A+ gibt dem Verbraucher eigentlich das Gefühl, eine sparsame Waschmaschine zu besitzen, in Wirklichkeit war dem aber nicht so. Die Deutsche Energie-Agentur hat Berechnungen angestellt, wonach ein Kühlschrank, der mit der Energieeffizienzklasse A+++ gekennzeichnet ist, nur die Hälfte der Energie eines Modells mit der Kennzeichnung A+ verbraucht.

Mit der neuen Regelung wird es keine + mehr geben

Darauf hat die EU-Kommission nun reagiert, das Durcheinander wird beseitigt und für den Konsumenten wieder Klarheit geschaffen. Der Vorschlag geht wieder zurück zur ursprünglichen Plakette mit der Einteilung von A bis G. Noch auf dem Markt befindliche Geräte dürfen noch mit der alten Kennzeichnung verkauft werden. Geräte, die neu auf den Markt kommen, werden aber nur mehr die neuen Etiketten tragen. Der Vorschlag der EU sieht weiters vor, dass eine elektronische Datenbank geschaffen wird, in der alle energieeffizienten Geräte eingetragen sind. Denn laut EU-Kommission würden zwischen zehn und 25 Prozent überhaupt nicht den Effizienzklassen entsprechen und verbrauchen mehr Energie. Durch die zentrale Datenbank könnten nationale Behörden in Zukunft die Produktangaben der Importeure und Erzeuger einsehen und mit den angebrachten Etiketten vergleichen.

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