Viel Trinken - Ernährung bei Hitze
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Die Hitzewelle hat Deutschland im Griff, die Temperaturen erklimmen neue Rekorde. Doch nicht jeder kann das Wetter genießen. Vielen Menschen machen die hohen Temperaturen zu schaffen, die den Körper stark belasten. Die meisten Menschen deshalb mehr oder weniger intuitiv vermeiden körperliche Anstrengungen in der Hitze und suchen sich ein schattiges Plätzchen. Das ist nicht falsch. Doch Experten weisen angesichts der jüngsten Hitzewelle daraufhin, dass auch die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, um die heißen Tage gut zu überstehen.

Viel Trinken

Bei den heißen Temperaturen kommt der Mensch ordentlich ins Schwitzen. Das ist gut so: Denn der Schweiß verdunstet und kühlt so den Körper. Zugleich verliert der Körper durch den Schweiß jedoch viel Flüssigkeit. Viel Trinken ist deshalb ein oft gehörter Ratschlag, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist jedoch darauf hin, dass es auch darauf ankommt, was man trinkt. Besondere Vorsicht gilt bei alkoholischen Getränken. Denn obwohl kühles Bier ein überaus beliebter Durstlöscher ist, regt der Alkohol den Körper dazu an, noch mehr Flüssigkeit auszuscheiden. Die Gefahr einen Hitzeschlag oder einen Kreislaufkollaps zu erleiden, nimmt mit jedem Schluck Alkohol deutlich zu.

Eine ähnliche Wirkung wie Alkohol hat Zucker, der in großen Mengen in vielen Limonaden und Fruchtsäften enthalten ist. Auch dadurch kann der Körper viel Flüssigkeit verlieren. Besser ist Wasser, insbesondere Mineralwasser. Denn dadurch wird der Körper zugleich mit wichtigen Mineralien versorgt.

Scharfes Essen

Nicht von ungefähr ist das Essen in südlichen Ländern mit hohen Temperaturen scharf gewürzt. Zum einem hemmt die Schärfe das Wachstum von Bakterien, die Lebensmittel werden dadurch länger haltbar. Das kann man sich auch während der Hitzewellen in nördlichen Gefilden zu nutzen machen. Etwas Knoblauch, Chili, Paprika und Pfeffer in der Marinade hält das Fleisch frisch.

Noch wichtiger aber ist die Wirkung der Schärfe auf den menschlichen Körper. Denn die scharfen Gewürze fördern das Schwitzen, wodurch der Körper gekühlt wird. Als Beilage empfehlen sich leichte Salate, Rohkost, Gemüse und Obst. Insbesondere Tomaten, Gurken und Melonen sind zu empfehlen. Denn diese Lebensmittel enthalten sehr viel Wasser und helfen damit den Flüssigkeitshaushalt des Körpers in Ordnung zu halten.

Fetthaltiges Essen gehört indes im Sommer nicht auf den Teller. So verlockend ein saftiges Steak sein mag: Der hohe Fettanteil belastet den Körper stark, da der Körper viel Energie zur Verdauung aufwenden muss. Zudem regt tierisches Eiweiß die Wärmeproduktion an – ganz so als wäre es noch nicht heiß genug.

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