Smoothies
Getränk oder Zwischenmahlzeit? © panthermedia.net / Inga Nielsen

Bei Smoothies handelt es sich um Getränke aus Obst, Gemüse und Kräutern. Derzeit sind sie außerordentlich beliebt und werden oft als ausgesprochen gesund angepriesen. Aber sind sie das wirklich oder suggerieren sie etwas Falsches? 

Flüssiges Obst und Gemüse

Das Produkt „Smoothie“ unterliegt bislang noch keinen lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Fertigprodukte müssen allerdings hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe gekennzeichnet sein. Ein als „Fruchtsaft-Smoothie“ bezeichnetes Getränk muss nach der Fruchtsaft-Verordnung hergestellt sein. Ist der Smoothie jedoch als „Multifruchtdrink aus Obstsaft und Obstpüree“ oder als „Zubereitung aus Früchten und Fruchtsaft“ gekennzeichnet, kann er Inhaltsstoffe enthalten, die alles andere als gesund sind und in großen Mengen schaden. Deshalb muss bei jedem Fertig-Smoothie besonders kritisch auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Die verlockenden Bilder auf der Verpackung können irreführend sein. Ein frisches Produkt gibt es zudem nur im Kühlregal. Es ist maximal fünf Tage haltbar. Das 5-Tage-Logo ist somit ein gewisses Qualitätssiegel, das für die Frische und Zutaten des Produkts bürgt. Solche Smoothies müssen wenigstens zur Hälfte Fruchtmark, Fruchtpürree oder Fruchtstücke enthalten. Zucker, isolierte Nährstoffe und Zusatzstoffe dürfen ihnen nicht beigegeben worden sein. Auch darf die hohe Konzentration des Produkts nicht durch Wasserentzug herbeigeführt worden sein. Mit solchen 200 bis 250 Milliliter-Smoothies kann man durchaus eine Obstportion ersetzen.

Früchte besser selbst pürieren

Mit selbst hergestellten Smoothies ist man bezüglich der Inhaltsstoffe und Frische auf der sicheren Seite. Zudem kann man die Zusammensetzung des Powergetränks ganz nach seinem Geschmack zusammenstellen. Gerade in der Obstsaison bietet sich das Herstellen von Smoothies auch zum Experimentieren an. Doch Vorsicht ist auch hier geboten. Schnell unterschätzt man ein Glas des Getränks hinsichtlich seiner Kalorien. Ein Smoothie mit überwiegend viel Gemüse, genannt Grüner Smoothie, birgt da weniger Gefahren als süßes Obst. Nach Meinung einiger Kritiker bleibt der klassische Griff nach dem Apfel oder der Orange für den Obstgenuss sinnvoller.

Kein einfacher Durstlöscher

Ob gekauft oder selbst hergestellt  – ein leichter Durstlöscher ist ein Smoothie nicht. Doch gerade an heißen Sommertagen neigt man dazu, fruchtige Smoothies als solche zu empfinden. Im ersten Moment erfrischen die bunten und cremigen Getränke tatsächlich. Dabei sind sie so nährstoff- und kalorienreich, dass man sie als Zwischenmahlzeit einstufen muss. Wenn man mit einem Smoothie jedoch den Verzehr Currywurst ersetzt, ist das jedoch sicherlich die bessere Alternative. Prinzipiell sollte ein Smoothie jedoch als das wahrgenommen werden, was er ist: ein hoch konzentriertes Lebensmittel, das zwar Energie spendet, aber viele Kalorien enthalten kann.