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Im Sommer ist die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung hoch © panthermedia.net / Matthias Ziegler

Achtung vor gefährlichen Lebensmittelvergiftungen durch Salmonellen und weiteren Arten von Bakterien im Sommer! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) warnt davor, Lebensmittel im Sommer nicht dem direkten Sonnenschein und Wärme auszusetzen.

Vorsicht auch bei Grillpartys

Besonders bei Grillabenden ist die Gefahr sehr hoch, dass sich Salmonellen auf dem Grillfleisch stark vermehren und eine Infektion auslösen. Zwar werden die Bakterien bei mehreren Minuten Grillzeit bei über 70 Grad weitestgehend abgetötet, jedoch ist dies bei roh verzehrten Lebensmitteln wie Salaten oder sehr kurz gebratenem Fleisch nicht der Fall. Auch auf den Verzehr von Speisen mit rohem Ei, Mayonnaise oder ungewaschenem Gemüse sollte in der größten Sommerhitze grundsätzlich verzichtet werden. Vorsicht: Auch pflanzliche Lebensmittel können Salmonellen übertragen.

Hohe Anzahl von Vergiftungen durch Bakterien

Die Folgen einer Infektion mit Salmonellen sind Magen-Darm-Probleme mit Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 16.000 Salmonellose-Erkrankungen registriert, wobei die Zahlen der Infektionen seit Anfang der 2000er rückläufig sind. Bezogen auf alle Krankheiten, die durch Bakterien, Viren oder durch andere Parasiten verseuchte Lebensmittel ausgelöst werden, registriert das Robert-Koch-Institut jährlich rund 100.000 Fälle.

Eine Salmonellose klingt in der Regel nach ein paar Tagen wieder ab und der Körper erholt sich. Doch gerade krankheitsbedingt vorbelastete bzw. immungeschwächte Menschen, Säuglinge und Schwangere sind besonders bedroht. Hier kann eine Infektion mit Salmonellen eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Durch die Magen-Darm-Probleme kann es zu einer Unterversorgung des Babys kommen, das Folgeschäden nach sich zieht.

Vermeidung von Gefahren

Mit einfachen Mitteln kann die Vermehrung von Bakterien auf Lebensmittel unterbunden und damit die Gefahr für den Menschen verhindert werden. Besonders auf die richtige Hygiene ist zu achten. Die Arbeitsgeräte in der Küche oder am Grill sollten gewechselt und gereinigt werden, damit Bakterien nicht von einem infizierten zu einem nicht infizierten Lebensmittel übertragen werden. Auch beim Grillen ist es sinnvoll, das Grillgut erst kurz vor dem Auflegen auf den Grill aus der Kühlkette zu nehmen und richtig durchzubraten. Bei einer Kerntemperatur von mehr als 70 Grad und über mehrere Minuten werden gesundheitsschädliche Bakterien abgetötet. Verzehrfertige Speisen sollten entweder bei über 65 Grad heiß gehalten oder innerhalb von kurzer Zeit auf unter 7 Grad gekühlt werden. Auch auf gegarten Speisen können sich neue Bakterien ansiedeln und Krankheiten übertragen.