Diät
Mit Fodmap-armer Ernährung abnehmen © panthermedia.net / Arne Trautmann

Auch Patienten mit Darmbeschwerden können erfolgreich abspecken. Die Fodmap-Diät wird zunehmend Patienten empfohlen, bei denen nach ärztlicher Untersuchung ein Reizdarmsyndrom festgestellt wurde. Diese Diät ist geeignet, die Symptomatik zu lindern, indem möglicherweise problematische Substanzen aus der Ernährungsweise ausgeschlossen werden.

Was sind Fodmaps?

Unter der Fodmap-Diät versteht man eine Beschränkung der verzehrten Lebensmittel auf solche, die arm an Fodmaps sind. Diese Abkürzung bezeichnet eine Gruppe von Kohlenhydraten und mehrwertigen Alkoholen: fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide und Monosaccharide sowie Polyole. Bei Reizdarmpatienten können Fodmaps die Symptome verstärken, weil diese erst im Dickdarm verdaut werden und bei Stoffwechselvorgängen dann durch Gase aus Gärungsprozessen und durch Wasserretention Verdauungsprobleme entstehen können.

Mit den richtigen Lebensmitteln abnehmen

Bei einer ausgewogenen Ernährungsweise von Menschen ohne Beschwerden werden in der Regel zahlreiche Nahrungsmittel gegessen, die reich an Fodmaps sind. Bei Früchten sind dies beispielsweise: Äpfel, Kirschen und einige Beerensorten. Zu den Gemüsesorten, auf die verzichtet werden sollte, zählen viele Hülsenfrüchte, Kohlarten und alle Varianten von Zwiebeln. Beschwerden können auch durch Backwaren – insbesondere Weizenprodukte – verursacht werden. Viele Fertigprodukte enthalten außerdem Weizen. Einige Milchprodukte, die möglicherweise nicht vertragen werden, sind Sauerrahm, Frischkäse, Joghurt und Ziegenmilcherzeugnisse. Auf Alkohol, Süßwaren und Zuckeraustauschstoffe sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Die meisten proteinreichen Nahrungsmittel sind hingegen unbedenklich. Zu den Obstsorten, die arm an Fodmaps sind, zählen: Ananas, Südfrüchte, Trauben und Melonen. Bei den Gemüsen können beispielsweise Kartoffeln, Gurken, Möhren oder Salat beschwerdefrei verzehrt werden. Anstatt Weizen können während einer Fodmap-Diät Produkte aus Hafer, Reis, Mais und glutenfreie Backwaren gewählt werden. Bei den Milchprodukten empfehlen sich Butter sowie Weich- und Hartkäse.

Durchführung der Fodmap-Diät

Wichtig ist, vor Beginn einer Fodmap-Diät einen Arzt aufzusuchen, um organische Ursachen für die Beschwerden auszuschließen und die Ernährungsumstellung zu besprechen. Außerdem sollte eine vollständige Liste von kritischen und unbedenklichen Lebensmitteln zur Verfügung stehen. Bei Durchführung der Diät verzichtet man zunächst ein bis zwei Monate auf den Verzehr von Nahrungsmitteln, die reich an Fodmaps sind. Anschließend werden einzelne Lebensmittel wieder in den Speiseplan aufgenommen. Auf diese Weise lässt sich prüfen, ob diese vertragen werden. Da die Beschwerdebilder bei einzelnen Patienten sehr unterschiedlich sein können und jeder Patient anders auf einzelne Nahrungsbestandteile reagiert, muss individuell geprüft werden, welche Lebensmittel die Beschwerden verstärken und welche gut vertragen werden. Ziel ist es, einen Ernährungsplan zu erstellen, der vielseitig ist und wenig Beschwerden verursacht.