Kekse
Plätzchen zum Ausstechen könnten bald schon eine Seltenheit sein © panthermedia.net / Svetlana Popoudina

Ein Stückchen Schokolade, die Leberwurstsemmel oder die Bulette – auf Knopfdruck ist mit 3D-Druckern fast alles herstellbar. Was vor wenigen Jahren nur reine Träumerei war, könnte bald Alltag sein. Die neuste Entwicklung in der Branche: Form und Zusammensetzung der gedruckten Lebensmittel sind vollkommen frei wählbar. Auf der iba, der führenden Weltmesse für Bäckerei und Konditorei, wurde der neue Trend des Lebensmitteldruckers vorgesellt.

Lebensmittel statt Kunststoff

Die Firma Print2Taste hat die Technologie verfeinert und weiterentwickelt. Der 3D-Drucker bringt das Objekt Schicht für Schicht auf eine vorgesehene Platte auf und konstruiert somit vollkommen selbstständig das Endergebnis. Die regulären Drucker arbeiten hierbei mit Kunststoff, mit dem sie nach Vorlage das finale Objekt erstellen. Print2Taste hat dasselbe Prinzip übernommen, befüllt die Drucker nun jedoch nicht mit Kunststoff, sondern mit Lebensmitteln. Die Möglichkeiten sind vielfältig und den Ideen nahezu keine Grenzen gesetzt. Auf der iba wird daher viel experimentiert. So passiert es zum Beispiel, dass eine Ananas gedruckt wird, die aus Leberwurst besteht. Der Geschmack soll jedoch authentisch sein.

Lebensmittel mal ganz anders

Die Firma Print2Taste ist ein Start-Up Unternehmen, das über eine Crowdfunding-Kampagne die Entwicklung des Konzepts und die ersten Testläufe finanziert hat. Die ersten Bestellungen der Drucker liegen nach Angaben des Unternehmens bereits vor. Dabei können 3D-Drucker für Lebensmittel den Markt revolutionieren. Durch das Auftragen in Schichten ergeben sich die verschiedensten Möglichkeiten zur Gestaltung von Lebensmitteln. Die Gründer haben vor allem Seniorenheime als Kunden im Fokus. Da ältere Mitmenschen in den Heimen ihre Speisen zum Teil nur als Brei konsumieren können, soll der Lebensmittel-3D-Drucker deutlich mehr Abwechslung, zumindest optisch, in den Speiseplan der Heimbewohner bringen. An Druckern, die aus mehreren Lebensmitteln vollständige und abwechlungsreiche Gerichte herstellen können, wird bereits gearbeitet.

Frischer Wind in deutschen Backstuben

Von der Bäckerbranche, der der Drucker auf der iba präsentiert worden ist, hallt ein positives Echo zurück. Mit dem Gerät ergeben sich neue Wege im traditionellen Handwerk, die möglicherweise auch bei den Kunden sehr beliebt sein werden. Damit könnte ein neuer Trend im Ernährungsbereich entstehen, der sich mit einer gesunden Ernährungsweise vereinen lässt.