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Viele Menschen glauben, Milch würde krank und dick machen © panthermedia.net / magone

Früher stand Milch praktisch symbolisch für Gesundheit und wurde als wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung angepriesen. Als Kalziumlieferant sollte sie „groß und stark“ machen und dafür sorgen, dass müde Menschen wieder munter werden. Tatsächlich soll der Mensch jedoch nicht zwingend Milch benötigen. Gerade mit Blick auf den Trend zum Veganismus wird es wohl auch in nächster Zeit nicht still werden, wenn es um Gesundheitsdebatten rund um die Milch geht.

Milchgegner vermuten gesundheitliche Schäden

Jeder Deutsche soll laut Medienangaben pro Jahr im Durchschnitt etwa 70 Liter Milch in flüssiger Form zu sich nehmen. In der Milch sind unter anderem jede Menge Vitamine, Aminosäuren sowie Magnesium und Kalzium enthalten. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei also um eine Flüssigkeit, die dem Körper gut tut und uns darüber hinaus gesünder leben lässt. Das offiziell als „Grundnahrungsmittel“ deklarierte Getränk stößt allerdings bei Kritikern auf wenig Begeisterung: So gehen diese z. B. davon aus, dass Milch bei Säuglingen Allergien auslösen kann. Darüber hinaus würde Milch Krankheiten wie Asthma, Krebs oder Diabetes fördern, heißt es.

Markt mit laktosefreien Produkten boomt

Circa 15 Prozent der erwachsenen Menschen in Deutschland sollen unter einer Laktoseintoleranz leiden. In den vergangenen Jahren scheint das Interesse an laktosefreien Produkten bei immer mehr Käufern gewachsen zu sein. So greifen viele Menschen zu Produkten, die die normale Milch ersetzen sollen. Grund hierfür könnte sein, dass viele Verbraucher glauben, Milch wäre verantwortlich für Verdauungsprobleme oder könnte im Körper Schaden anderer Art verursachen.

Dickmacher versus Schlankmacher

Ob Milch beim Abnehmen hilft oder für Übergewicht verantwortlich ist, bleibt umstritten. Während in einer Studie aus der USA festgestellt werden konnte, dass bei Kindern, die täglich mehr als zwei Gläser Milch tranken, das Risiko auf Übergewicht um 16 Prozent anstieg, legen andere Untersuchungen abweichende Erkenntnisse offen. Sie zeigen etwa die Vorteile von Milch durch Calcium und Vitamin D auf die Verbrennung von Fett. Unbestritten: Ein kalorienarmes Getränk ist Milch nicht. Deshalb dient es, wie auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt, auch nicht vorrangig für die Zunahme von Flüssigkeit und sollte in Maßen genossen werden. Festzuhalten bleibt für den Moment: Dieses Getränk und seine Auswirkungen auf den Körper werden wohl auch künftig für weiteren Gesprächsstoff, Diskussionspotenzial und unterschiedliche Ansichten sorgen.