Kaffee
Forscher untersuchen Zusammenhang von Kaffee und Rückfallrisiko für Darmkrebs © panthermedia.net / Ramona Geers

Viele Forscher haben bereits zu Auswirkungen des Kaffeekonsums auf den Körper geforscht. Nun gibt es neue Erkenntnisse. Im der amerikanischen Fachzeitschrift „Journal of Clinical Oncology“ wurde eine neue Studie veröffentlicht, die besagt, dass das Risiko einer Neuerkrankung für Darmkrebspatienten sinkt, wenn diese mehr als 4 Tassen Kaffee täglich trinken.

Kaffee bindet freie Radikale

Auch bei gesunden Menschen sammeln sich Schlacken und freie Radikale im Körper an. Diese können, werden sie nicht gebunden und ausgespült, zu Zellschäden führen. Forscher haben festgestellt, dass Kaffee freie Radikale binden, und schon vorhandene Schäden an Zellen ausgleichen kann. Besonders wirksam soll grüner Kaffee für die Bindung freier Radikale sein. Weil grüner Kaffee pur getrunken nicht sehr schmackhaft ist, gingen die Studien weiter. Es reiche demnach, wenn ein geringer Anteil grüner Kaffee vor dem Aufbrühen unter den gewohnten, gerösteten Kaffee gemischt wird. Geschmacklich ist der Kaffeegenuss nicht getrübt, die Wirkung auf die Gesundheit aber angeblich dadurch gesteigert. Freie Radikale werden dafür verantwortlich gemacht, den Krebszellen den Weg zu bereiten.

Studie zur Krebserkrankung

Tatsächlich haben Forscher in den letzten Jahren herausgefunden, dass Kaffee auch eine positive Wirkung auf den Organismus hat, wenn eine Krebserkrankung vorliegt oder lag. Kaffee wirkt nicht nur vorbeugend, er kann laut Studienautor Charles Fuchs die Neubildung von Metastasen nach einer Krebstherapie hemmen. Die Studie zeigte, dass das Risiko an anderen Krankheiten oder an Krebs zu versterben, um 33 Prozent geringer ist, wenn täglich 4 Tassen Kaffee oder mehr konsumiert werden. Das Risiko von Metastasenneubildungen werde laut den neuen Studienergebnissen um 42 Prozent reduziert. Im Dana-Farber Krebszentrums in Boston wurde zudem herausgefunden, dass auch 2 bis 3 Tassen Kaffee täglich einen Schutz vor einer Krebserkrankung bieten, allerdings sei dies geringer, als bei den Probanden, die mehr Kaffee konsumierten.

Forscher können Mechanismus noch nicht erklären

Warum die Menge des konsumierten Kaffees entscheidend ist und welche Wirkung der Koffein im Kaffee auf das Risiko an Krebs zu erkranken hat, ist den Forschern bis jetzt noch nicht genau bekannt. Eindeutig ist aber, dass die schützende Wirkung von dem Koffein ausgeht, der im Kaffee enthalten ist. Die schützende Wirkung konnte nicht nur bei Darmkrebspatienten belegt werden, sondern auch bei Patienten, die an anderen Krebsarten erkrankt waren. Die schützende Wirkung des Koffeins bei anderen Krebsarten, wie Brustkrebs, Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium oder Leberkrebs, zeigten bereits andere Krebsstudien.