Eis
Forscher optimieren Eisgenuss © panthermedia.net / Ramona Geers

Schmelzende Eiskugeln sind eine klebrige Angelegenheit. Mit diesem Ärgernis könnte jedoch in wenigen Jahren Schluss sein: Ein Protein, welches auch in der Natur vorkommt, soll das Schmelzen der Eiskugeln in Zukunft verlangsamen.  

Vom Eisgenuss der Zukunft

So ein kühles Eis im Sommer, versüßt vielen Menschen den Tag. Wenn jedoch draußen die Temperaturen nach oben schnellen, kann es auch schon mal schnell an den Fingern heruntertropfen und findet meist den Weg auf die schöne Bluse oder das Sommerkleid. Jetzt wurde eine neue Zutat entdeckt. Forscher von der Universität Edingburgh in Schottland fanden heraus, dass man mit einem in der Natur vorkommenden Protein, das Fett, die Luft und das Wasser länger und besser in der Eismasse binden kann. Das ganze bringt gleich mehrere Vorteile. Oftmals werden grobe Eiskristalle in der Eiscreme gebildet, durch das Protein wird die Masse jedoch viel weicher und somit entstehen keine Kristalle mehr. Außerdem soll durch die neue Zutat auch das Fett und das Wasser verdichtet werden. Dadurch werde eine stabilere Eiscremequalität erreicht, die das Schmelzen verlangsamt. Normalerweise werden gesättigte Fette der Eiscreme zugefügt. Dies ist durch die neue Zutat jedoch nicht mehr nötig und somit soll das neue Eis auch noch kalorienreduziert sein.

Forscher erzeugen das Protein künstlich

Die Leiterin und Biophysikerin dieses Projektes, Cait MacPhee, hat mit ihren Kollegen nun eine Möglichkeit gefunden, dieses Protein, genannt BsIA, künstlich herzustellen. Bevor diese Zutat jedoch den Weg ins Speiseeis nach Deutschland findet, muss es noch einen langen Weg zurücklegen. Denn zunächst müsse es als Lebensmittel zugelassen werden. Die Forscher und Wissenschaftler, welche schon einen Antrag auf Patent gestellt haben, gehen davon aus, dass die neue Eiscreme in drei bis fünf Jahren auf dem Markt sein wird. Ob das Eis weiterhin so lecker, süß und cremig schmecken wird, bleibt nur abzuwarten und wird nun in einem langen Testverfahren ausgetüftelt. Die Projektleiter sind jedoch sehr zuversichtlich und gehen davon aus, das die Eiscreme, ihren süßen Geschmack und ihre cremige Substanz behalten wird.