Stiftung Warentest untersucht Burger, Pommes und Salat
Stiftung Warentest untersucht Burger, Pommes und Salat

Die Tester kauften bei "McDonald’s" bei "Burger King" und dem deutschen Anbieter "Kochlöffel" je ein Menü. Es bestand aus einem Burger, einem gemischten Salat, Pommes mit Ketchup und einer Cola. Vor allem Aussehen, Geruch und Geschmack und die Art der Zubereitung standen im Mittelpunkt der Untersuchung. Zunächst das vielleicht wichtigste Ergebnis: Die Analyse im Labor wies nach, dass die Burger aller drei Ketten aus reinem Rindfleisch bestehen. Die Untersuchung konnte keine anderen Fleischsorten ausmachen. Die Qualität der Burger ist bei allen Anbietern grundsätzlich gut. Als Gesamtsieger konnte sich McDonalds mit einer Gesamtnote von 2,9 darstellen. Auf dem zweiten Platz landete nur knapp geschlagen Burger King mit der Note 3,1. Auf den dritten Platz setzten die Tester die Firma Kochlöffel mit der Note 3,2.

Schadstoffe vor allem in Pommes

Der Whopper von Burger King konnte in puncto Geschmack die Tester am meisten überzeugen. Ein Grund dafür ist, dass hier das Fleisch über einer offenen Flamme gegrillt wird. Doch wie so oft hat der gute Geschmack auch hier eine negative Seite. Wenn Fleisch gegrillt wird, bildet sich 3-Monochlorpropandiol. Diese Substanz hat sich im Tierversuch als krebserregend herausgestellt. Der Schadstoff konnte im Whopper von Burger King nachgewiesen werden, die Werte waren aber nicht gesundheitsschädlich. In den Pommes frites aller Anbieter wurden Schadstoffe nachgewiesen. So konnte im Labor Acrylamid gefunden werden. Dieser Stoff entsteht beim Frittieren. Allerdings lagen die Werte in den Pommes der Firma Kochlöffel über dem Grenzwert der EU-Richtlinie.

Überall viel zu viele Kalorien

Einig waren sich die Tester von Warentest über die Tatsache, dass die Menüs aller drei Anbieter zu fett, zu salzig und viel zu kalorienreich waren. Hier werden die Grundsätze gesunder Ernährung einfach missachtet. Das Essen von McDonalds hatte noch die geringste Kalorienzahl, doch das lag nach den Auswertungen einfach daran, dass die Portionen kleiner waren. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegen für eine Hauptmahlzeit bei 720 Kilokalorien und 24 Gramm Fett. Das Essen von Burger King hatte 1014 Kalorien und 50 Gramm Fett, Kochlöffel lieferte 1226 Kalorien und 63 Gramm Fett. Die kleineren Portionen von McDonalds brachten es auf 867 Kalorien und 40 Gramm Fett. McDonalds fiel auch bei der Verwendung der Fette positiv auf. Dort verwendet man eine Mischung aus Sonnenblumen- und Rapsöl zum Frittieren, während bei der Konkurrenz Palmfett benutzt wird. Das Öl produziert weniger Schadstoffen und nicht gesunden Fetten.

Schlecht für die Umwelt

Bei allen drei Unternehmen wurden auch die Bedingungen für Arbeit und Umwelt überprüft. Stiftung Warentest konnte auf diesem Gebiet kaum positive Ansätze finden. Die Ketten produzieren neben dem Fastfood riesige Mengen an Müll. Das Palmfett stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von Plantagen, für deren Anlage der Regenwald gerodet wurde.

Schwierige Bedingungen für die Mitarbeiter

Auch die Arbeitsbedingungen sind nicht gerade vorteilhaft. McDonalds bezahlt zwar alle Mitarbeiter nach Tarif. Auch bei Burger King ist das in den meisten Fällen üblich. Doch die Mitarbeiter der beiden Unternehmen werden täglich mit zu wenig Personal, Überstunden und einem Stundenlohn von rund sieben Euro konfrontiert. Die Firma Kochlöffel wollte zu diesen Fragen keine Angaben machen.