Tee
Grüner Tee im Test © panthermedia.net / Nitrub

Vor etwa einem Jahr testete Stiftung Warentest schwarzen Tee und entdeckte hierbei Schadstoffe. Der Fund sorgte für großes Aufsehen. Bei einem aktuellen Test nahmen sich die Tester jetzt verschiedene grüne Teesorten vor. Sie untersuchten diese auf die gleichen Schadstoffe. Das unbefriedigende Ergebnis: Einige der Teesorten sind eine Gefahr für die Gesundheit!

Schadstoffe im Tee

Stiftung Warentest überprüfte insgesamt 25 Teesorten. Zu den getesteten Produkten gehörten der Tee im Beutel, loser Tee sowie Kapseln. Nach den Tests stellte sich heraus, dass einige von ihnen so stark mit Schadstoffen belastet sind, dass sie für die Gesundheit auf Dauer gefährlich werden könnten. Lediglich fünf der getesteten grünen Tees enthielten so wenig unerwünschte Substanzen, dass sie den Test mit „gut“ bestanden haben.

Schadstoffgehalt lässt sich vermeiden

Vor etwa einem Jahr wurden durch die Stiftung Warentest in jedem der getesteten schwarzen Teesorten äußerst kritische Substanzen in verschiedenen Mengen aufgefunden.
Der aktuell durchgeführte Test grüner Teesorten kam überraschenderweise zum gleichen Ergebnis. Unter den 25 Grüntee-Sorten war kein Produkt völlig frei von den unerwünschten Substanzen. Sieben von ihnen waren sogar so stark belastet, dass sie mit mangelhaft bewertet werden mussten. Weitere sieben getestete Tees erreichten lediglich die Note ausreichend. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass für Teetrinker langfristig durch die entdeckten Schadstoffe ein Gesundheitsrisiko besteht, so Stiftung Warentest. Der Test zeigt außerdem, dass sich hohe Schadstoffgehalte im Tee auch vermeiden lassen: Fünf Produkte schnitten mit „gut“ ab. Zu ihnen gehören drei Tees im Beutel, ein Matcha sowie ein Kapseltee.  Bei den losen Tees war die Bestnote lediglich befriedigend. Tee verliert somit seinen Ruf als ein gesunder Durstlöscher nicht unbedingt.

Wie gefährlich kann der Tee sein?

Mit jedem einzelnen Produktionsschritt – Anbau, Ernte, Transport etc. – können diverse Schadstoffe in den Tee gelangen. Ein Risiko lässt sich nicht ausschließen. Entscheidend ist vielmehr, welche Menge der Schadstoffen dann im Aufguss landet. In dem Test waren besonders die potenziell krebserregenden Substanzen wie Anthrachinon und Pyrrolizidinalkaloide auffällig. Bestätigt ist hierbei, dass Anthrachinon zu ungefähr einem Drittel mit in den Aufguss übergeht, wie Stichproben beim Schwarzteetest ergaben. Mineralölbestände oder Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) landen jedoch nicht im üblichen Teeaufguss, das ergaben weitere Laborprüfungen.