Studie: Deutsche essen unregelmäßig und ungesund
Studie: Deutsche essen unregelmäßig und ungesund

Im Auftrag von Nestlé haben die IfD Allensbach, die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und iconKids & Youth und Ipsos eine Studie mit 10.000 Probanden durchgeführt. Dazu befragten sie Frauen und Männer im Alter von 14 bis 84 Jahren nach ihren Essgewohnheiten. Ein Ergebnis der Befragungen ist, dass Essen immer mehr zum Ausdruck unserer Gefühle und des Glückes wird. Einerseits essen viele Menschen, um sich gesund und glücklich zu fühlen, andererseits kann das Essen auch ein Ausdruck von Frust und Stress sein. Bei Ärger oder Stress greifen viele häufig auf Fertiggerichte oder Süßigkeiten zurück.

Ergebnisse der Studie

Die Studie von Nestlé zeigt außerdem, dass immer mehr Deutsche wert auf eine biologische Ernährung legen. Auch Folgen für die Umwelt oder nachfolgende Generationen können Einfluss auf das Essverhalten haben. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. 60 Prozent der Deutschen ist eine artgerechte Tierhaltung wichtig, jedoch wollen nur 33 Prozent auch mehr Geld dafür bezahlen. 62 Prozent der Befragten lehnen eigentlich die Gentechnik ab, mehr Geld wollen dafür aber nur 27 Prozent auf den Tisch legen.

Einfluss der Arbeit auf Ernährung

Einer der wichtigsten Gründe für das Essverhalten ist die fehlende Struktur im Alltag. Fast jeder sechste Berufstätige in Deutschland arbeitet mehr als 50 Stunden in der Woche, 17 Prozent der Deutschen arbeiten in Schichten und zehn Prozent sind selbstständig oder arbeiten freiberuflich. Dies führt häufig dazu, dass es keine gleich bleibende Struktur mehr gibt. Vor allem bei Frauen geht diese Struktur immer häufiger durch lange Arbeitszeiten verloren, Männer kommen damit etwas besser zurecht. Dadurch wird auch die Frequenz der Mahlzeiten stark beeinflusst. Gibt es keinen regelmäßigen Tagesablauf, so wird auch immer zu unterschiedlichen Zeiten gegessen. Nicht der Hunger bestimmt die Zeit zum Essen, sondern die freien Zeitfenster während der Arbeit.

Essen für ein besseres Lebensgefühl

Essen sei aber nicht nur zum Stillen des Hungergefühles wichtig. Für mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 16 und 79 Jahren steht die Nahrungsaufnahme auch für Lebensqualität. Das Essen ist den Deutschen sogar noch wichtiger als das Großziehen von Kindern, die Zeit zur Entspannung oder sogar ein sicherer Arbeitsplatz. Wichtig sei dabei die Zeit und Geduld für ein schönes und entspanntes Essen mit der Familie oder Freunden. Das ist aber oft nur am Wochenende möglich, wenn der Tagesablauf dies zulässt.

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