Chili
Neue Studie: So gesund ist Chili © panthermedia.net / Vladimir Nenov

Laut einer aktuellen chinesischen Studie kann der Genuss scharfer Gewürze das Leben verlängern. Ob frische oder getrocknete Chilis, Chili-Öle oder Chili-Saucen – die feurige Würze fand schon einige Male aufgund ihrer gesundheitsdienlichen Wirkung Beachtung. Doch nicht alle Menschen können sich mit dem scharfen Genuss anfreunden. Denn Chilis enthalten eine große Menge Capsaicin und diese begünstigen ein Brennen auf der Zunge sowie Schweißausbrüche.

Große Bevölkerungsstudie in China

Über sieben Jahre arbeiteten die Forscher an der Chili-Studie. Ihre Ergebnisse erschienen im „British Medical Journal“. Die Kernaussage der Untersuchung: Bei Menschen die häufig scharf gegessen haben, sank das Sterberisiko um 14 Prozent. Knapp 500.000 Menschen nahmen an der großen Bevölkerungsstudie teil. Die Forscher stellten fest, dass Menschen, die ihre Speisen häufiger mit Chili würzten, dem Herz- und Atemwegstod eher entgingen, als Menschen, die dies nicht taten. Chilischoten enthalten Capsaicin. Dies soll sich entzündungshemmend und blutdrucksenkend auf den Körper der Probanden ausgewirkt haben. Auch die Vitamine A, C und K, die in den Schoten stecken, könnten für einen positiven Effekt verantwortlich sein.

Nicht jedermanns Sache

Nicht nur in China, sondern auch hierzulande gehören scharfe Speisen längst schon auf die Restaurantkarten oder auf die heimischen Speisekarte. Die Hälfte aller Menschen lehnt jedoch Schärfe kategorisch ab und verbindet das Brennen auf der Zunge und im Hals sowie die mit Chilis einhergehende Schweißbildung als unangenehm. Dabei wird häufig davon gesprochen, dass Chilis nicht vertragen werden. Oft erfreuen sich die „Begleiterscheinungen“ minderer Beliebtheit. Über 30 Prozent aller Menschen essen jedoch gelegentlich scharf und würzen Fleischgerichte oder Gemüse mit scharfen Gewürzen. Unter den „Scharfmachern“ befinden sich Chilis in führender Position, obwohl auch Curry und Ingwer für eine angenehme Schärfe sorgen und ebenso sehr gesund sein sollen. In einigen Fällen ist zu beobachten, dass Menschen die gelegentlich scharf essen, viel offener und wohlgestimmter sind als Chilis-Gegner. Dies soll indirekt an einer besseren Durchblutung liegen, die mit scharfem Essen einhergeht.