Allergiker können gegen Milben ankämpfen
Allergiker können gegen Milben ankämpfen

Milben sind für die meisten Menschen harmlos, nicht jedoch für Allergiker. Experten schätzen, dass etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland unter einer sogenannten Hausstaubmilben-Allergie leiden. Am häufigsten sind Menschen zwischen 18 und 40 Jahren betroffen. Es handelt sich dabei um eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen den Kot der im Hausstaub lebenden Milben, so Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Die winzigen Kotballen der Milben gelangen mit dem Hausstaub in die Atemwege der Menschen und können eine Allergie auslösen. Oft wird angenommen, dass die Milben oder der Hausstaub selbst allergische Reaktionen auslösen, doch sind es ausschließlich die Partikel des getrockneten Kots, die sich mit dem Hausstaub vermischen.  

Bis zu 1,5 Millionen Milben in unseren Betten

Bei Hausstaubmilben handelt es sich um mikroskopisch kleine Spinnentiere, die sich bei rund 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von rund 75 Prozent am wohlsten fühlen. Die kleinen Tiere ernähren sich von menschlichen Hauptschuppen. Daher sind Milben vor allem in der Bettwäsche und den Matratzen zu finden, erklärt Stiftung Warentest in Berlin.

Matratzen regelmäßig auswechseln

Stiftung Warentest empfiehlt aus Gesundheits- und Hygienegründen, Matratzen nach sieben bis zehn Jahren auszuwechseln. Studien zeigen, dass in Matratzen nach sieben Jahren die höchste Anzahl an Allergenen erreicht ist. Auch Schwalfenberg vom DAAB erklärt, dass die Erneuerung des Bettes der wichtigste Punkt gegen das Ausbrechen von Allergien sei. Allergiker sollten außerdem Matratzen mit allergendichten Überzügen beziehen und das Bettzeug sollte regelmäßig bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Die Schlafzimmer und die Betten sollten morgens gut durchgelüftet werden: Die Bettdecken dürfen nicht sofort nach dem Aufstehen zusammengefaltet werden, ansonsten bleibe die hohe Luftfeuchtigkeit in den Decken und der Matratze erhalten.

Teppichböden helfen Allergikern

Die Annahme, dass Teppichböden schlecht für Allergiker seien und entfernt werden sollten, ist nach neueren Erkenntnissen nicht mehr aktuell, erklärt Schwalfenberg. Glatte und wischbare Bodenbeläge seien nur dann geeigneter für Allergiker, wenn sie regelmäßig feucht gewischt werden. Dr. Ernst Schröder, Geschäftsführer des Deutschen Teppich-Forschungsinstituts an der Technischen Hochschule Aachen, erklärt die Vorteile von Teppichen für Allergiker: Die Staubteilchen in der Luft werden von den Teppichfasern aufgefangen, daher vermindere sich der Staubgehalt in der Luft in Räumen mit Teppichböden.

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