Apotheker warnen vor der Barbie-Droge Melatonan
Apotheker warnen vor der Barbie-Droge Melatonan

Das Präparat mit dem Spitznamen "Barbie-Droge", welches aktuell im Internet verkauft wird, wird als Mittel zur Gewichtsabnahme, zur Steigerung der Libido und gegen Potenzstörungen angepriesen. Das Schönheitsmittel Melatonan wird außerdem zur Bräunung der Haut genutzt, ist jedoch sehr gefährlich. Daher warnen deutsche Apotheker vehement davor. So verlockend die Folgen auch klingen, die als Kapseln oder Spritzen verkauften Mittel sind bisher kaum geprüft und nicht als Arzneimittel zugelassen. Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer Erika Fink warnt vor dem Präparat. Die Geschäftemacher seien skrupellos und nutzen die Hoffnung der Verbraucher aus. Fink warnt davor, Arzneimittel bei unseriösen Internetseiten zu bestellen, denn dort gebe es häufig Arzneimittelfälschungen.

Nebenwirkungen von Melatonan

Das Bräunungsmittel Melatonan sei schädigend für das Immunsystem sowie für das Herz-Kreislauf-System. Außerdem ist es möglich, dass es Erbrechen, hohen Blutdruck und die Verdunklung von Muttermalen bewirken kann. Die dunkleren Muttermale sind somit schwerer zu diagnostizieren, da Entartungen übersehen werden könnten. Außerdem können Rötungen im Gesicht hervorgerufen werden. Melatonan ist ein Hormon das den Melanin-Gehalt in der Haut erhöht und so die Haut braun werden lässt. Jedoch birgt es auch noch andere Nebenwirkungen. Die Illusion "braun, schlank und sexy" sei nur ein Trugschluss, so Fink von der Bundesapothekerkammer.

Deutsche Arzneimittelgesetze

Es gibt sowohl den Wirkstoff Melatonan I als auch Melatonan II. Beide sind Produkte, welche von einem körpereigenen Hormon abgewandelt sind. In keinem Land der Erde sind sie jedoch als Arzneimittel zugelassen. In Deutschland stehen die Wirkstoffe nach den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes sogar unter Strafe. Der Vertrieb ist ebenso illegal. Die Untersuchung und Prüfung des Melatonan ist bisher unzureichend und die Wirkung als Krebserreger wurde bis heute gar nicht getestet.

Keine Maßnahmen zur Hygiene

Einige Präparate der sogenannten "Barbie-Droge" müssen sogar unter die Haut gespritzt werden. Dies birgt große Gefahren, da entsprechende Hygienemaßnahmen getroffen werden sollten. Ohne diese oder eine Schulung ist das Risiko einer Infektion jedoch sehr hoch. Außerdem können so Krankheiten übertragen werden. 

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