Alter Generation
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Jeder Mensch altert biologisch unterschiedlich schnell. Sichtbar ist dies schon allein durch Falten oder graue Haare. Während sich einige 60-Jährige noch fit wie ein Jugendlicher fühlen, leiden Altersgenossen vielleicht unter Rückenproblemen oder Gelenkschmerzen. Das diese Unterschiede bereits in jungen Jahren stark ausgeprägt sind, zeigt jetzt eine Studie.

Dunedin-Studie

Grundlage der Ergebnisse war die Dunedin-Studie: Eine Langzeitstudie, die das biologische Alter von rund 1.000 Einwohnern der neuseeländischen Stadt Dunedin von der Geburt an über 38 Jahre lang untersucht hat. Um dem Alterungsprozess der Bürger auf die Spur zukommen, konzentrierten sich die Forscher auf Biomarker wie Lunge, Nieren, Leber… auch das Herz und der Zustand der Zähne wurden in die Untersuchung mit einbezogen.

Mit 38 Jahren biologisch 61 Jahre alt

Das überraschende Ergebnis: Einige der 38-jährigen Probanden wiesen ein biologisches Alter von unter 30, einige ein biologisches Alter von über 60 Jahren auf. Das bedeutet: Während einige der Studienteilnehmer in einem Jahr biologisch um mehrere Jahre alterten, alterten einige der Gleichaltrigen gar nicht oder wiesen sogar ein biologisches Alter auf, welches niedriger war als ihr chronologisches.

Umwelteinflüsse

Die Ergebnisse zeigen, dass die Spuren des Alterns bereits früh nachweisbar sind. Da das Risiko für Erkrankungen mit zunehmendem Alter wächst, muss möglichst früh angesetzt werden, um altersbedingten Erkrankungen entgegenzuwirken. Ergebnisse aus der Zwillingsforschung zeigen, dass Altern nur zu 20 Prozent genetisch und zu 80 Prozent durch die Umwelt beeinflusst wird. Angesichts einer alternden Weltbevölkerung ist dies alles andere als unerheblich.

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