Studie zur Krebstherapie
Studie zur Krebstherapie © panthermedia.net / brijit vijayan

Eine Krebsdiagnose ist heutzutage, dank vielfältiger Therapiemöglichkeiten, kein generelles Todesurteil mehr. Allerdings ergab eine Studie des Wissenschaftsmagazins „The Lancet Oncology“, das vor allem in armen Ländern nur eine geringe Anzahl von Krebspatienten von den erfolgsversprechenden Behandlungsmethoden profitieren kann. Ist es wirklich so, dass es abhängig davon ist, in welchem Land der Mensch lebt, ob er seine Krebserkrankung geheilt werden könnte oder nicht?

Krebsbehandlungen sind nicht überall gleichermaßen selbstverständlich

Immer noch sterben jährlich Millionen Menschen auf der Welt an Krebs, da sie in einem Land leben, in welchem keine geeignete Therapie gegen diese Krankheit möglich ist. Es fehlt in vielen Ländern an der entsprechenden Strahltherapieausstattung und auch geeignete chirurgische Eingriffe sind nicht möglich. Betroffen davon sind besonders die armen Länder dieser Welt. Hier wären Investitionen in Milliardenhöhe nötig, um beispielsweise die dringend benötigten Geräte kaufen und nutzen zu können. Das beweist die Studie von “ The Lancet Oncology“ in einer ihrer jüngsten Ausgaben. Das Ergebnis dieser Studie wurde außerdem auch bei einem Kongress in Wien vorgestellt und dort diskutiert.

Vor allem in Ländern mit geringen Einkommen deckt die Studie Erschreckendes auf

Krebs ist eine Krankheit, die auf der ganzen Welt auftritt. Leider bekommt aber längst nicht jeder der Erkrankten eine hilfreiche Strahlentherapie. Die Studie zeigt sogar, dass von zwölf Millionen an Krebs erkrankten Menschen nur etwa die Hälfte eine Therapie erhalten, die die Krankheit besiegen könnte. Die Fachkommission erklärte auf dem Kongress, vor allem Länder mit einem geringen Einkommen könnten sich die teuren Investitionen in die Krebsbehandlungen nicht leisten, und so könne dort nur etwa jeder 20. Erkrankte zumindest grundlegend chirurgisch versorgt werden. Richard Sullivan vom King`s Collage in London nannte für Länder mit mittlerem Einkommen dahin gehend einen Vergleichswert von einem von fünf an Krebs erkrankten.

Hohe Investitionen können Leben retten

Jeder dritte Krebspatient in einkommensschwachen Ländern verarmt aufgrund der hohen Operationskosten. Diese hohen Kosten sind auch ein Grund dafür, dass sich 25 Prozent aller an Krebs Erkrankten gegen eine Behandlung entscheiden müssen, was dann oftmals den Krebstod bedeutet. Das Gesundheit und Überleben vom Geld eines Menschen abhängig ist, sollte eigentlich in der heutigen Zeit keine Realität mehr sein. Auf dem Kongress erklärte die Fachkommission auch, dass Millionen Lebensjahre gerettet werden könnten, würden beispielsweise bis zum Jahr 2035 umgerechnet circa 100 Milliarden Franken in Geräte für die Strahlentherapie investiert werden. In Hinsicht auf Menschenleben sicher eine durchaus überschaubare Summe.