Männer sterben früher: Rauchen ist der Grund
Männer sterben früher: Rauchen ist der Grund

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung schottischer Forscher hat für 30 europäische Staaten Berechnungen durchgeführt. Ergebnis: Tabakkonsum ist ein wesentlicher Grund für unterschliedliche Lebenserwartung von Mann und Frau. Die Differenz bei der Lebenserwartung von Mann und Frau stamme zu einem Anteil von zu 60 Prozent von den gesundheitlichen Schädigungen durch das Rauchen. Beim Alkohol ist der Anteil weitaus geringer. In Osteuropa liege er bei 20 bis 30 Prozent. In den übrigen europäischen Staaten liegt der Einfluss von Alkohol bei 10 bis 20 Prozent. Demnach machen beide Faktoren einen Anteil von bis zu 90 Prozent aus und können daher als Hauptursache für einen unterschiedliche Lebenserwartung gelten. Doch das Rauchverhalten ändert sich, immer mehr Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

In Island ist der Unterschied am geringsten

In Island waren die Unterschiede hinsichtlich der Lebenserwartung zwischen Mann und Frau am geringsten, in in der Ukraine war er am höchsten. Deutschland befindet sich bei den untersuchten Ländern im Mittelfeld. Die Daten der Forscher entstammen aus den Jahren 2003 bis 2006 und wurden von Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht.

Rauchen wirkt innerhalb von 15 Minuten

Weitere Studien zum Rauchen belegen nun, mit welcher enormen Geschwindigkeit das Rauchen auf unsere Körper wirkt. US-Forscher haben herausgefunden, dass eine Schädigung des Körpers bereits noch 15 Minuten stattfindet. DNA und die Körperzellen würden demnach durch die giftigen Subtanzen der umgewandelten Kohlenwasserstoffverbindungen geschädigt werden. Eine Entartung ist die Folge, aus dieser wiederum können sich Krankheiten wie zum Beispiel Lungenkrebs entwickeln. Folglich geht auch vom gelegentlichen Rauchen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit aus.

Angleichung vermutet

Die Lebensgewohnheiten ändern sich jedoch: Durch Werbeverbote und höhere Steuern, wird das Rauchen immer weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt. In der Folge, so die Vermutungen der Wissenschaftler, könnten sich die Lebenserwartungen von Männern und Frauen langfristig wieder angleichen.