Medizin-Apps
Medizin-Apps

Wie viele Schritte bin ich heute gelaufen? Wie schnell war ich dabei? Wie war mein Puls? Fragen wir unsere Fitness-App, findet sie darauf schnell eine Antwort. Aber auch für medizinische Fragen, beispielsweise bei chronisch Kranken, gibt es Apps, die sie an ihre Medikamente erinnern oder Nebenwirkungen aufzeichnen. Als Ersatz für einen Arzt sollte sie jedoch nicht gesehen werden.

Für Nutzer ist es nicht ganz einfach, herauszufinden, welche Apps seriös sind und welche eher nicht. Wichtig ist, bei Krankheiten auf eine ärztliche Diagnose nicht zu verzichten. Mittlerweile gibt es sowohl Gesundheits-Apps für das Smartphone als auch Wearables in Form von Uhren oder Brustbändern. Das Uniklinikum Schleswig-Holstein gibt an, es gäbe bereits 87.000 Fitness- und 55.000 medizinische Angebote. Es wird mitunter schwierig, die Anwendungen mit Information und Lifestyle von Medizin zu unterscheiden.

Vorteile von Fitness und Medizin-Apps

Puls und Blutdruck können leicht gemessen werden. Menschen mit chronischen Krankheiten können sich an ihre Medikamente erinnern lassen. Nebenwirkungen dieser Medikamente oder die Blutwerte des Patienten können gleich mit dokumentiert werden. Es gibt auch Apps für Parkinson-Patienten. Auch für Menschen mit Schlafstörungen, Diabetiker oder Asthmatiker gibt es Anwendungen. Experten warnen aber vor Fehlinformationen und -diagnosen. Seit dem vergangenen Jahr gibt es eine kostenlose App der Deutschen Schlaganfallhilfe, die die Aufklärung bei einem Schlaganfall verbessern soll. Sie soll Betroffenen helfen, die Symptome richtig zu erkennen und im Notfall der Arzt zu rufen.

Im Krankenhaus werden ebenfalls Apps eingesetzt. In Operationen können sie OP-Roboter steuern. Als medizinische App hält die Anwendung dann stand, wenn sie der “Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten” dient. Wichtig ist bei den Apps die Transparenz. Der Hersteller sollte klar darüber informieren, für welche Zwecke die App gedacht ist, wie verlässlich die Informationen sind und wie vor allem mit den Daten der Nutzer umgegangen wird.

Welche Anwendungen man meiden sollte

Sobald die medizinischen Apps anfangen, eigene Diagnosen vorzugeben, sollte der Nutzer vorsichtig sein. Oft werden bei Fitness-Apps die erhobenen Daten für Werbung durch Drittanbieter benutzt, daher ist auch ein Blick auf die Datenschutzbestimmungen sehr sinnvoll. Denn bei Gesundheitsdaten, ob nun aus dem Freizeitsportbereich oder einer medizinischen Erkrankung, handelt es sich immer noch um sehr sensible Daten, deren Verwendung transparent dargestellt werden sollte.