Saison für Grippe-Schutzimpfung beginnt
Saison für Grippe-Schutzimpfung beginnt

2,1 Millionen Menschen besuchten in der vergangenen Saison ihren Arzt, um sich gegen die Grippe bzw. Influenza impfen zu lassen, so eine Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI), des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA). Auch für die Impfsaison 2011/2012 machen die vorbenannten Institutionen darauf aufmerksam, dass insbesondere Risikogruppen nicht auf eine Grippeschutz-Impfung verzichten sollten. Hierzu gehören über 60-Jährige, Bewohner von Pflege- und Altenheimen sowie chronisch Kranke und Schwangere. Bei diesen Gruppen könne die Grippe unter Umständen in einer “lebensbedrohlichen Erkrankung” resultieren, wie RKI-Präsident Reinhard Burger betont. Aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos sowie der Gefahr, Influenzavieren auf Patienten zu übertragen, wird auch den Beschäftigen im Gesundheitswesen eine Grippeschutzimpfung dringend empfohlen. Laut einer von dem RKI beauftragten deutschlandweiten Befragung lassen sich 60 Prozent der niedergelassenen Ärzte regelmäßig gegen Grippe impfen. Die BZGA, das RKI und das PEI empfehlen, sich in jeder Saison gegen Grippe impfen zu lassen.   

Regelmäßige Grippeschutzimpfung verbessert Immunschutz

Einerseits gebe es Hinweise darauf, dass regelmäßige Impfungen gegen die Influenza den Immunschutz verbessern. Andererseits wirke die Impfung, deren Schutz sich innerhalb von zehn bis vierzehn Tagen aufbaut, mutmaßlich nur über die Dauer einer Saison. Für mehr als achtzehn Millionen Dosen mit dem Grippe-Impfstoff hat das Paul-Ehrlich-Institut die Chargenfreigabe erteilt. Der Hintergrund für die Notwendigkeit der Chragenfreigabe: Vor ihrer Einführung in den freien Handel der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes müssen auch Impfstoffe zertifiziert werden.

Appell für mehr Impfbereitschaft

Der Impfstoff für die Grippe-Impfsaison 2011/2012 hat laut PEI-Präsident Klaus Cichutek “die gleiche Zusammensetzung wie der Grippeimpfstoff des Vorjahres". Er besteht stets aus Bestandteilen der weltweit kursierenden Typen des Grippevirus. Gegenwärtig handelt es sich um die Typen A/H1N1, A/H3N2 und B. In der vergangen Saison hat der Impfstoff bereits seine Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt. Um die Notwendigkeit von Grippeschutzimpfungen weiter in den öffentlichen Fokus zu rücken und die Impfbereitschaft weiter zu steigern, führen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut seit mehreren Jahren entsprechende Kampagnen durch. Im Rahmen der aktuellen Kampagne von RKI und BZGA wurde das Angebot noch einmal um Informationen für Menschen mit Vorerkrankungen erweitert.

Ärzteschaft als wichtigster Ansprechpartner

Laut Elisabeth Pott, Direktorin der BZGA, sei die Ärzteschaft der wichtigste Ansprechpartner um die Impfbereitschaft der Menschen zu erhöhen. Für dieses Ziel kooperiert die Institution auch mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Bundesärztekammer. Die BZGA richte sich “gezielt an die Ärzteschaft (…),  um sie in ihren Patientengesprächen mit Informationsmaterialien zur Influenza-Impfung zu unterstützen". Neben mehrsprachigen Angeboten biete eine Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen, so Pott.