Hospiz und Paliativversorgung
Hospiz und Paliativversorgung in Deutschland

Lange Wartezeiten, überfüllte Warteräume, dies gehört zum Alltag der Notaufnahmen in Deutschland. Es müssen Patienten mit schweren Unfallverletzungen, Vergiftungen, Herzinfarkten und kleineren Verletzungen wie etwas Schnittwunden behandelt werden. Unterschiedlichste Krankheitsbilder müssen eigentlich schnellstmöglich versorgt werden. Nicht selten liegt die Zahl der Notfallpatienten pro Krankenhaus bei mindestens 100 am Tag.

Patientenaufkommen in Notaufnahmen wird weiter steigen

Wegen der immer älter werdenden Gesellschaft wird es zukünftig nicht nur Probleme in der Pflege geben, auch die Notaufnahmen müssen mit noch mehr Patienten zurechtkommen. Etwa jeder sechste Patient, der heute in eine Notaufnahme kommt oder gebracht wird, ist lebensbedrohlich verletzt oder erkrankt und muss daher schnellst- und bestmöglich versorgt werden. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Versorgung, sondern auch die Finanzierung deutlich zu verbessern.

Mediziner fordern Zusatzgebühren

Nicht immer ist es aber notwendig, gleich in die Notaufnahme zu gehen, deshalb komme es nach Angaben des Hartmannbundes (Interessenverband der Ärzte) oft zum Missbrauch dieser wegen kleinerer Leiden. Daher fordert der Hartmannbund die Einführung einer Zusatzgebühr, um dieses einzugrenzen. Der Verband fordert daher zehn Euro zusätzlich von Patienten, die den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte in Krankenhäusern nutzen und 20 Euro von Patienten, die die Notaufnahme oder den Rettungsdienst nutzen. Bisher zahlen die Kliniken bei Notdiensten im Durchschnitt 88 Euro pro Patient drauf, so die Ärztevertreter.

Engpässe in den Kliniken

Jedes Jahr steigt die Anzahl der Notfallpatienten um etwas fünf bis zehn Prozent, dies bringt die Angestellten in den Notaufnahmen in Bedrängnis und führt zu langen Wartezeiten. Deshalb ist es nach Ansicht vieler dringend notwendig, die Belastung und die Wartezeiten dort zu minimieren. In einem gemeinsamen Gutachten des Bundesverbandes der Krankenhausträger der Bundesrepublik Deutschland (DKG e.V.) und der Deutschen Gesellschaft interdisziplinärer Notfall- und Akutmedizin (DGINA e.V.) wurde deutlich, dass die Notaufnahmen die „tragende Säule der ambulanten Notfallmedizin“ sind. Dies zeige, wie wichtig es ist, diese in naher Zukunft zu verbessern, um dem wachsenden Bedürfnis Stand halten zu können.

Die DGINA ist eine Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die interdisziplinäre Notfallbehandlung an Kliniken und medizinischen Einrichtungen aufzubauen und weiterzuentwickeln. Jährlich findet dazu auch eine große Jahrestagung statt. Die diesjährige findet vom 3. Bis 5. September 2015 im RheinEnergie-Stadion in Köln statt. In der DKG sind die Spitzen- und Landesverbände der Krankenhausträger von Deutschland zusammengeschlossen, um die Mitglieder zu unterstützen, beispielsweise im Krankenhauswesen.

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