Statistik: Häufigster Tod durch Herz-Kreislauf-Leiden
Statistik: Häufigster Tod durch Herz-Kreislauf-Leiden

Herz und Kreislaufsystemerkrankungen haben 2009 mit knapp 42 Prozent 356.462 Menschen das Leben gekostet. 42,2 Prozent der Verstorbenen waren Männer und 57,8 Prozent Frauen. 91 Prozent der Betroffenen waren bereits 65 Jahre und älter, es sind daher vor allem ältere Menschen von Herz- und Kreislaufsystemerkrankungen betroffen und besonders gefährdet. Der Herzinfarkt gehört auch in die Kategorie dieser Erkrankungen und war die Todesursache für insgesamt sieben Prozent der 2009 Verstorbenen, männliche Personen waren mit 55,8 Prozent in der Überzahl gegenüber 44,2 Prozent Frauen. Die Zahlen wurden heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht.

Krebserkrankungen an zweiter Stelle

Die zweithäufigste Todesursache waren wie in den Jahren zuvor auch 2009 bösartige Neubildungen (Krebs). Etwas mehr als ein Viertel aller Gestorbenen erlag einer der vielen Formen dieser oftmals nicht heilbaren Krankheit. Insgesamt starben 116.711 Männer und 99.417 Frauen an bösartigen Neubildungen. Besonders häufige Formen sind dabei eine Krebserkrankung der Atmungsorgane sowie der Genital- und Harnorgane, die insgesamt 80.041 Menschen das Leben kosteten. Nach Geschlecht unterteilt, dominierten bei den männlichen Vertorbenen eine Krebsart der Verdauungsorgane und der Atmungsorgane. Bei den Frauen überwogen auch eine bösartige Neubildung der Verdauungsorgane sowie eine Erkrankung der Brustdrüse.

Infektionen, Vergiftungen und Unfälle

Weitere Ursachen für die Todesfälle im Jahr 2009 sind auch bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten, bei denen insgesamt 15.496 Menschen starben. Verletzungen und Vergiftungen verursachten 3,7 Prozent der Todesfälle. Bei Transportunfällen kamen im vergangenen Jahr 4.468 Personen und bei Stürzen 8.492 Menschen ums Leben, was ca. 1,5 Prozent aller Todesfälle 2009 ausmacht. 2.553 Personen starben durch Ereignisse, deren nähere Umstände den Statistikern unbekannt geblieben sind und 441 Menschen kamen durch einen tätlichen Angriff zu Tode.

Selbstmordrate bei Männern besonders hoch

Über die letzten Jahre hat sich auch die Anzahl der Toten erhöht, die durch psychische und Verhaltensstörungen starben, 2009 kosteten diese Gründe insgesamt 22.592 Menschen das Leben. 9.571 Personen begingen im letzten Jahr Selbstmord. Hier gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Männern und Frauen: Der Anteil der Männer war mit über 75 Prozent mehr als dreimal so hoch wie der der Frauen, die Selbstmord begangen. Psychotherapeuten warnen immer wieder, dass Männer sich nicht oft genug in Behandlung geben oder versuchen, sich anderweitig zu helfen. Diese Vermutung wird durch die Statistik der Todesursachen 2009 offenbar bestätigt.