Weißer Hautkrebs nimmt in Deutschland erheblich zu
Weißer Hautkrebs nimmt in Deutschland erheblich zu

Jeder kennt das Sprichtwort: “Die Zeit heilt alle Wunden”. Das trifft allerdings nicht auf unser größtes und schwerstes Organ zu – die Haut. Sie hingegen merkt jeden noch so leichten Sonnenbrand und rächt sich erst Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, später dafür. Hautkrebs gehört in Deutschland zu den am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen. Etwa 900.000 Patienten werden jedes Jahr behandelt. Hinzu kommen jährlich etwa 240.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat jetzt festgestellt, dass vor allem der Anteil der Erkrankungen mit weißem Hautkrebs in den letzten 20 Jahren erheblich zugenommen hat und zeigt sich alarmiert.  

Schwarzer Hautkrebs besonders gefährlich

Der weiße Hautkrebs ist allerdings bei weitem nicht so gefährlich wie der schwarze Hautkrebs. Dieser bildet im Gegensatz zur hellen Variante Metastasen und schon nach kurzer Zeit können auch andere Organe von Tumoren betroffen sein. Wird er nicht frühzeitig erkannt, führt er häufig zum Tod. Statistiken zufolge ist der dunkle Hautkrebs für bis zu drei Viertel aller Todesfälle an Hautkrebs verantwortlich.

Bei Operation: Große Narben und Entstellungen

Vor allem Menschen im Alter zwischen 60 und 80 sind vom hellen Hautkrebs betroffen, unter anderem wegen ihres schwächeren Immunsystems. Ein anderer Grund ist aber, dass der weiße Hautkrebs erst nach 30 bis 40 Jahren einen nachweisbaren Tumor herausbildet. Wird der Krebs erst in diesem Stadium erkannt, müssen meist große Bereiche der Haut entfernt werden. Oft kommt es dabei zu Entstellungen und große Narben sind kaum zu vermeiden. Besonders tragisch ist das, weil der weiße Hautkrebs überwiegend in Gesicht und Nacken sowie auf Händen entsteht.

Hautvorsorge ermöglicht Früherkennung

Eine gründliche Vorsorge ist daher besonders empfehlenswert. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf einen allgemeinen Gesundheitscheck. Dazu gehören auch präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel das Hautscreening. Ein frühzeitiges Erkennen von Veränderungen auf der Haut sichern den Betroffenen die besten Heilungschancen.

Folgen von UV-Strahlen sind bekannt

Jedem sollten die Auswirkungen von übermäßigem Bräunen oder einem Sonnenbrand bewusst sein. Und trotzdem scheinen die Besucher der Solarien immer jünger zu werden. Wer schon als Jugendlicher regelmäßig das Solarium besucht, kann bereits mit 30 Jahren an Hautkrebs erkranken. Eine andere Tatsache, die vielen nicht bewusst zu sein scheint: Jede Form der Bräunung ist eine Schädigung der Haut. Experten raten daher zu maximal 50 Sonnenbädern im Jahr. Sonnencreme mit hohem UV-Schutz und luftdurchlässige Kleidung helfen nur, das Ausmaß der Hautschädigung zu verringern. Gerade deshalb ist ihre Anwendung von so großer Bedeutung.