Die Kfz-Versicherung gehört längst nicht mehr zu den Lieblingskindern aller Versicherungsunternehmen. Der Grund ist schlichtweg die schlechte Schaden-Kosten-Quote. Den Einnahmen stehen dank des seit Jahren andauernden Preiskampfes zu hohe Kosten gegenüber. Dieses Problem hat auch die Asstel und zieht daraus die Konsequenzen. Bei den Plänen des Direktversicherers der Gothaer-Gruppe, ab 2012 wieder zweistellige Wachstumsraten bei den gebuchten Bruttobeiträgen zu erzielen, bleibt die Kfz-Versicherung weitgehend außen vor.

Derzeit versichert Asstel rund 80.000 Fahrzeuge. Dieser Bestand soll trotz des großen Konkurrenzdrucks konstant gehalten werden, unter anderem durch eine selektive Zeichnungspolitik. Vorstandsmitglied Mathias Bühring-Uhle hat dazu ein klares Ziel vor Augen: Die Schaden-Kosten-Quote, die aktuell bei 115 Prozent liegt, soll sich 2012 wieder bei 100 Prozent einpendeln. Denn die jüngste Bilanz des Unternehmens belegt recht deutlich, dass die Kfz-Sparte nicht rentabel gearbeitet hat, was sich auf den gesamten Bereich Sachversicherung auswirkte.

Um neue Kunden auf das Angebot der Asstel aufmerksam zu machen, wurde der gesamte Markenauftritt überarbeitet, inklusive eines neuen Logos und einer neuen Website. Darüber hinaus wird der Direktversicherer die Zahl der Mitarbeiter – derzeit 116 – aufstocken. Einige der Angestellten sind für sogenannte Social-Media-Aktivitäten abgestellt. Sie sind im Netz unterwegs, zum Beispiel auf Facebook oder auf Seiten wie gutefrage oder wer-weiss-was, und schreiben im Asstel-Blog, um so die Anonymität einer reinen Onlineversicherung etwas aufzuheben.