Auto
Nur wenig Autofahrer verstehen die Warnsignale im Auto © panthermedia.net / Tomislav Stajduha

Jedem Autofahrer ist es sicherlich schon einmal passiert: Plötzlich leuchtet eine der kleinen Lampen am Autocockpit auf. Während einige Autofahrer in Panik geraten, fahren andere womöglich gelassen weiter und beachten die Warnung nicht weiter. Doch wer das Leuchten ignoriert, muss womöglich tief in die Tasche greifen oder riskiert Schäden am geliebten Gefährt.

Was leuchtet denn da?

Gerade zur Sommerzeit reisen viele Urlauber auch auf langen Strecken mit dem Auto. Unterwegs kann es passieren, dass sich eines der kleinen Warnlämpchen im Auto bemerkbar macht. Doch was bedeuten die kleinen Leuchten mit ihren Symbolen? Nur die wenigsten Autofahrer scheinen dies zu wissen. Laut Ergebnissen der britischen Pannenhilfe-Organisation „Britannia Rescue“ verstehen 98 Prozent der Autofahrer die Lämpchen nicht hinreichend. Der Grund hierfür sei, so die Organisation, dass viele Autohersteller ihre eigenen Symbole verwenden. Die Autobesitzer scheinen sich nicht hinreichend mit der Menge an Symbolen – in den modernen Autos sind viele hiervon – auseinanderzusetzen. Die Studie untersuchte 99 Symbole – nur zwölf davon waren in allen untersuchten Automodellen gebräuchlich.

Sorglosigkeit kann teuer werden

Airbag, Bremsen, Öldruck… an einem Auto ist viel, was defekt sein kann. Autofahrer, die nach dem Aufleuchten einfach weiterfahren, dürfen sich nicht wundern, wenn das Auto liegen bleibt. Im Extremfall könnte die Diagnose dann lauten: Motorschaden! Und das könnte teuer werden. Bei dem Austausch eines Motors belaufen sich die Kosten auf mehrere tausend Euro. Eine häufige Ursache für den Motorschaden ist ein nicht erfolgter Ölwechsel. Damit das Lämpchen erst gar nicht angeht, können sich Autofahrer schützen, indem sie vor Antritt einer Autofahrt den Ölstand kontrollieren.

Nach Schätzungen des Motorenöl-Herstellers Liqui Moly ist jeder dritte Autofahrer mit zu wenig Motoröl unterwegs. Gründe für die Sorglosigkeit der Autofahrer sehen die Experten des Unternehmens in langen Inspektionsintervallen der modernen Motoren von bis zu 50.000 Kilometern. Harry Hartkorn, Leiter des Teams für Anwendungstechnik: „Wer mit dem Auto oder Reisemobil unterwegs ist, sollte einen kleinen Ölvorrat für Notfälle mitführen, beispielsweise im 1-Liter-Kanister.“ Denn viele Autofahrer wüssten nicht, welches das richtige Öl ist oder ob es im Urlaub überhaupt zu bekommen ist. Hinzu kommt, dass das Nachfüllöl für den Fahrer an der Tankstelle weitaus mehr kostet.

Ölstand regelmäßig kontrollieren

Auch der ADAC rät Autofahrern den Ölstand des Autos regelmäßig zu kontrollieren. Besonders bei häufiger Fahrt von Kurzstrecken sei dies notwendig, da das Öl nicht ausreichend warm werden würde. Außerdem bestehe, so der ADAC, eine erhöhte Gefahr bei einer Fahrleistung von mehr als 1.000 Kilometern im Monat.

Farben geben erste Orientierungshilfe

Ist der Motor gestartet und die Lämpchen blinken noch immer, sollte die Ursache unbedingt geklärt werden. Die Farbe des Lichts kann bei der ersten Einordnung des Problems helfen. Gelb und Rot stehen für Probleme oder Ausfälle der Funktion. Grün hingegen für Funktionen, die ein-und wieder ausgeschaltet werden können. In diesem Fall kann sich hinter dem Aufleuchten sogar lediglich ein harmloser Blinker verbergen.