Die Werberzeitschrift werben & verkaufen (w&v) hat den Automarkt analysiert. Bei den Verkaufszahlen scheint es wieder aufwärts zu gehen.

2010 konnten die Autobauer 2,92 Millionen Neufahrzeuge verkaufen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer erwartet für 2011, dass 3,25 Millionen Neuwagen in Deutschland verkauft werden. Das berichtet w&v in zwei Artikeln über Bilanz und Zukunft des deutschen Automarktes.

In Europa zieht der Automarkt an: Die Niederlande konnten 2010 einen Zuwachs von 25% erzielen. Belgien legte um 15% zu, Spanien kam auf plus 3% und Großbritannien schaffte ein Plus von 2%. In Deutschland brach der Neuwagenverkauf hingegen um satte 23% ein. Moderater war der Abschwung in Italien (-9%) und Frankreich (-2%). Für Deutschland kann es ja quasi nur noch aufwärts gehen.

Markenmäßig hat sich in Deutschland nicht viel verändert. Die meisterverkauften Marken 2010 waren VW (21%), Mercedes (9,6%), BMW/Mini (9,1%), Opel (8%), Audi (7,8%), Ford (6,8%) und Renault/Dacia (5,3%). Das lag auch daran, dass fast alle Marken ähnliche Verluste bei den Zulassungszahlen hinnehmen mussten. Lediglich BMW/Mini konnte den Absatz um 3% steigern.

Bei den Fahrzeugsegmenten ging es 2010 fast überall bergab. Die größten Verluste mussten die Minis hinnehmen, von denen 45% weniger verkauft wurden. Zuwächse konnten lediglich Geländewagen (+21%) und die Obere Mittelklasse (+12%) verzeichnen. Das Ranking 2010 sieht so aus: Kompaktklasse, Kleinwagen, Mittelklasse, Geländewagen, Minis, Mini-Vans und Obere Mittelklasse.

Das Ranking der Werbeetats zeigte folgendes Bild: Die Marken Volkswagen, Renault, Opel, Ford, Audi, BMW und Toyota landeten auf den ersten sieben Plätzen. VW führte mit stolzen 227 Millionen Euro. Damit gab das Unternehmen 8% mehr Geld für Werbung aus als im Vorjahr. Opel legte um 21% zu, Renault kürzte seinen Etat um 18%.
Für 2011 wird ein Zuwachs der Werbegelder erwartet, weil in diesem Jahr die ersten serienreifen Elektroautos auf den Markt kommen.