Elektroauto
Carsharing: Elektroautos machen den Trend noch grüner © panthermedia.net / vpvhunter

Gerade für Kurzstrecken in der Stadt eignen sie sich hervorragend: die Elektro-Flitzer in der Carsharing-Variante. Denn der Kurzzeit-Kunde braucht sich schließlich über mögliche Nachteile wie Preis oder Batteriedauer kaum Gedanken zu machen. Auf Anbieterseite steht zudem das gute Image, doch Experten stellen düstere Prognosen.

Studie zum Umweltbewusstsein

Das Bewusstsein der Deutschen im Bezug auf Umwelt verändert sich – so das Fazit der Umweltbewusstseinsstudie vom Umweltbundesministerium und dem Umweltbundesamt (UBA). Demnach wünschen ich 82 Prozent der Deutschen weniger Autos in den Städten. Die Befragten sprechen sich für eine Umgestaltung der Städte aus, damit das Autofahren in der Stadt in Zukunft überflüssig wird. Bei den Jungendlichen zwischen 14 und 17 Jahren fordern sogar 92 Prozent diese Umgestaltung. Neue Mobilitätskonzepte in Städten wie das Carsharing fanden laut der Pressemitteilung unter den Befragten hohe Zustimmung.

City-Vorteil Car Sharing

In der Pressemitteilung vom Umweltbundesamt heißt es weiter: „Ein Car Sharing-Fahrzeug kann fünf normale Fahrzeuge ersetzen. Car Sharing hat daher das Potenzial, sich zu einem wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Ressourceneffizienz zu entwickeln.“ Auf diese Vorteile und das Potenzial der Elektroflitzer verweisen auch Anbieter wie Drive-CarSharing: „Elektrofahrzeuge sind ideal für die Stadt, weil sie kein CO2 ausstoßen, kaum Lärm produzieren und platzsparend geparkt werden können.“ Das Unternehmen fordert folglich: „Es ist höchste Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und Elektrofahrzeuge stärker in die tägliche Verkehrsstruktur einzubinden.“

Probleme bei Elektrofinanzierung

Wie Willi Loose, Geschäftsführer vom Bundesverband CarSharing e.V., gegenüber dem Handelsblatt berichtete, kränkelt die Elektromobilität bei der Carsharing-Variante jedoch erheblich. Ein Problem: Der Reiz bei den Kunden fehle, da sich keine finanziellen Vorteile einstellen. Laut Bundesverband CarSharing e.V. fährt aktuell jedes zehnte Carsharing-Auto batteriebetrieben. Doch glaubt man Loose werden diese Zahlen bald sinken. Denn laut Loose wurde ein großer Teil der Fahrzeuge aufgrund von Förderprojekten angeschafft. Seine düstere Prognose deshalb: Sobald die Projekte auslaufen, wird sich auch der Anteil der E-Autos in der Car-Sharing-Branche verringern. Die Margen seien, so der Experte, bei den Elektrofahrzeugen zu gering. So könne ein Unternehmen drei konventionelle Fahrzeuge kaufen oder ein batteriebetriebenes Modell. Ein weiterer Grund seien Berührungsängste der Kunden gegenüber der E-Mobilität.

Stiftung Warentest hat diesen Sommer zum Carsharing Trend einen umfassenden Test durchgeführt unter dem Titel: Carsharing: Wo es das gibt, wie es klappt, wer damit besser fährt.