Die derzeit in Peking stattfindende Auto Show zieht großes Interesse auf sich: Für die Autohersteller ist China zu einem der wichtigsten Märkte geworden – da ist es vollkommen verständlich, dass auch europäische Hersteller um ein paar Fahrzeugpremieren nicht herumkommen. Allerdings hält sich die Modellflut der europäischen Hersteller im Vergleich zu ihren chinesischen Wettbewebern stark in Grenzen.

Wie „Spiegel Online“ schreibt, zeigen einige chinesische Hersteller auf ihren Ständen bis zu 50 verschiedene Automodelle. Hinzu kommen gleich mehrere Premieren. Insbesondere im Bereich der Kleinwagen scheinen die Chinesen ordentlich Gas zu geben: Die Nachfrage hat in den letzten beiden Jahren sehr stark angezogen. Die chinesische Bevölkerung wird finanziell stärker und kann sich mittlerweile Autos leisten.

Das Geschäft mit dem Kleinwagenverkauf möchten die chinesischen Hersteller zuerst erobern. Deutsche Fabrikate wie Polo oder Smart mögen zwar qualitativ überzeugen, sind im Vergleich zu den chinesischen Modellen jedoch relativ teuer. Gerade in diesem Segment müssen sich die deutschen Hersteller auf einen rauen Gegenwind einstellen: Was Kleinwagen betrifft, so haben chinesische Automarken wie BYD, FAW, Geely und Saic ordentlich aufgerüstet. Sie haben eigene Modelle entwickelt und können sie wesentlich preiswerter als die europäischen Hersteller anbieten.

Allerdings muss angemerkt werden, dass die chinesischen Autos sich nur rein optisch auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Was Motoreneffizienz und Sicherheit betreffen, so spielen die meisten Modelle in einer anderen Liga. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb gerade die deutschen Hersteller im Bereich der Oberklasse immer noch den Ton angeben: Die Qualität ist einfach eine ganz andere. Außerdem dürften sich die chinesischen Hersteller schwer damit tun, den europäischen Markt zu erobern. Niedrige Fahrzeugpreise mögen zwar ein Anreiz sein, doch was Qualität betrifft, so sind die Kunden mit Sicherheit anspruchsvoller.