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Nach der Einführung der neuen Modelle des Smart fortwo und Smart forfour legt der Hersteller jetzt nach. Das neue Doppelkupplungsgetriebe soll in beiden Modellen für größeren Komfort sorgen und die Fahrzeuge so zu noch attraktiveren City-Flitzern machen. Das twinamic genannte System ist jetzt auch in den Modellen mit 90 PS verfügbar.

Hohe Beliebtheit trotz des Preises

Vergleichsweise günstig zu haben war der Smart fortwo noch nie, mit der Einführung des Doppelkupplungsgetriebes steigt der Preis erneut um 1.275 Euro. Damit schlägt das 90-PS-Modell mit einem Preis von mindestens 13.000 Euro zu Buche. Der Beliebtheit unter den Smart-Käufern tut dies jedoch keinen Abbruch. Der fortwo wird weiterhin von mehr als achtzig Prozent der Kunden in der größeren Motorisierung geordert. Mit der Komfortverbesserung der neuen Automatik will der Hersteller ein weiteres starkes Verkaufsargument für sein beliebtestes Modell liefern.

Kein Nicken mehr beim Schaltvorgang

Smarts der ersten und zweiten Generation mit Automatikgetriebe haben den Fahrern erhebliche Einbußen im Komfort beschert. Durch die Zugkraftunterbrechung während der Schaltvorgänge zeichnen sich die älteren Modelle durch ein charakteristisches und oft als störend empfundenes Nicken im Schaltvorgang aus. Das neu entwickelte Doppelkupplungsgetriebe twinamic verhindert durch seine Konstruktionsweise ab sofort diesen störenden Effekt. Viele Smart-Fahrer dürften dieses Feature zu schätzen wissen, ist doch gerade der Stadtverkehr mit zahlreichen Stop and Go-Situationen das hauptsächliche Einsatzgebiet des wendigen Flitzers. Denn mit einer Länge von 2,69 Metern und einem Wendekreis von unter sieben Metern zeigt das Fahrzeug besonders hier seine Stärken. Für Überlandfahrten oder ein flotteres Bewegungsprofil in der Stadt steht ein Sport-Modus in der neuen Automatik zur Verfügung.

Zweiter Anlauf für den Viersitzer

Der Erfolg der anderen Smart-Modelle ist jedoch weiterhin ungewiss. Die erste viersitzige Version des Smart, der forfour, wurde nur von 2004 bis 2006 gebaut. Ebenso wurde der Roadster bereits nach zwei Modelljahren 2005 wieder vom Markt genommen. Mit der zweiten, komplett neuen Version des Smart forfour soll jetzt der Bann bei den längeren Smart-Modellen gebrochen und ein größerer Kundenkreis erschlossen werden. Ob dies gelingen wird, ist fraglich. Denn Experten bewerten den neuen Viersitzer zwar in Komfort und Verarbeitung durchweg positiv, die größte Schwachstelle konnte jedoch nicht beseitigt werden. Für ein Fahrzeug dieser Größe gilt der Smart forfour als Spritfresser, der Verbrauch wird in zahlreichen Tests erheblich höher als in den Herstellerangaben angegeben. Dies dürfte für viele potenzielle Neukunden weiterhin das Hauptargument gegen einen Kauf darstellen.

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