Am gestrigen Tag legte Norbert Reihofer, Vorstands-Chef von BMW, einen großen Auftritt aufs Parkett. Anstatt noch einmal auf das eher bescheidene Jahr 2009 zurückzublicken, versprach er das große Comeback des Münchner Autoherstellers. Denn noch in diesem Jahr möchte BMW seine Absatzzahlen wieder kräftig steigern und zu früheren Traumrenditen zurückkehren. Gut 1,3 Mio. Fahrzeuge möchten die Bayern in diesem Jahr produzieren und verkaufen.

Besonders auf dem chinesischen Markt will BMW durchstarten. Um dieses Ziel zu erreichen, werde man weitere Filialen bzw. Autohäuser eröffnen. Außerdem werden große Hoffnungen auf den neuen BMW 5er gesetzt, der gerade in diesem Jahr maßgeblich zum Absatzerfolg beitragen soll.

Langfristig möchte BMW seine Absatzzahlen noch viel drastischer steigern. Bis zum Jahr 2020 sollen 2 Mio. Fahrzeuge pro Jahr abgesetzt werden. Dazu wird vor allem auf Neuentwicklungen im Kleinwagenbereich gesetzt. Das „Megacity Vehicle“, ein speziell für die Großstadt konzipiertes Auto, soll möglicherweise schon 2013 an den Start gehen und somit ein neues Segment erschließen.

Im Übrigen ist BMW nicht der einzige Autohersteller, der die Wirtschaftskrise hinter sich lassen möchte. Daimler ist beispielsweise ebenfalls darum bemüht, in diesem Jahr wieder richtig durchzustarten. Und dann gibt es Hersteller, die es sogar geschafft haben, während der Krise zu wachsen. Hierzu zählt beispielsweise Porsche. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte von August bis Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Umsatzsteigerung von 3,7 Prozent erreicht werden: 3,16 Mrd. Euro an Umsatz wurden erzielt. Die Marge liegt im zweistelligen Bereich. Zwar musste Porsche in den USA mit einem Absatzeinbruch der Modelle 911 und Cayenne kämpfen, konnte den Verkaufsrückgang jedoch mit der Einführung des Panamera kompensieren.