Auto
Zukunftsvision mit großer Hoffnung: selbstfahrende Autos © panthermedia.net / Natalia Merzlyakova

Kaum eine andere Zukunftsvision beschäftigt die deutschen Autofahrer derzeit so stark, wie die des autonomen Autos. Eine jüngst veröffentliche Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint führte nun zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die Mehrheit der Deutschen steht dem autonomen Auto sehr aufgeschlossen gegenüber. Denn der befürchtete Kontrollverlust wird durch Vorteile wettgemacht. Die Mehrheit hofft, mit den selbstfahrenden Fahrzeugen schneller (62%) und sicherer ans Ziel (60%) zu kommen.

Das autonome Auto kommt

Noch vor wenigen Jahren war es eine Zukunftsvision: Autos, die sich selbstständig im Straßenverkehr bewegen. Längst sind die ersten Prototypen auf den Straßen unterwegs. Bis zur Marktreife wird zwar noch einige Zeit vergehen. Doch dass die selbstfahrenden Autos kommen, ist gewiss. Fahrerassistenzsysteme gibt es schon lange, Landmaschinen fahren schon heute autonom über die Felder. Die ständige Verbesserung von Computerchips und Sensoren sowie die Optimierung in der Datenübertragung werden in den nächsten Jahren zu einer raschen Entwicklung führen, an deren Ende die Marktreife der selbstständig fahrenden Autos steht. In weniger als einem Jahrzehnt werden diese Autos zum alltäglichen Bild in unseren Städten gehören.

Große Hoffnungen bei Autofahrern

Die Umfrage belegt: Viele Autofahrer verbinden große Hoffnungen mit den selbstständigen Fahrzeugen. Jeweils gut 60 Prozent der Befragten, erwarten schneller und sicher ans Ziel zu kommen. Wenn das Auto durch die Positionsmeldungen der anderen Autos stets über den Verkehrsfluss informiert ist, lässt sich jeder Stau umfahren. Denkbar wären zudem zentrale Steuerstellen, die die Autos über die jeweils optimale Route führen, sodass Staus in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft der Vergangenheit angehören. Nicht weniger groß sind die Hoffnungen, dass der Verkehr sicherer wird, weil die Technik dazu beitragen kann, Unfälle zu vermeiden. Genaue Karten, Kenntnisse über die Position, Richtung und die Geschwindigkeit anderer Autos sowie die Daten der Sensoren sollen dazu beitragen, Zusammenstöße mit Hindernissen, anderen Fahrzeugen und Fußgängern zu verhindern. Die Reaktionszeit des Computer ist schon jetzt erheblich kürzer als die Zeit, die der Mensch benötigt, um auf die Bremse zu treten.

Kritik bleibt nicht aus

Trotz der großen Zustimmung verzeichnet die neue Studie auch, dass nicht alle unbefangen auf die neue Technik zugehen. Immerhin haben 53 Prozent der Befragten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Wenn der Computer jede Bewegung steuert und speichert, dann kann dies später auch nachvollzogen werden. Die Umfrage zeigt: Gegenwärtig überwiegen die Hoffnungen, schnell an das gewünschte Ziel zu kommen im Vergleich zu den Bedenken der meisten Deutschen hinsichtlich des Datenschutzes.