Oldtimer Versicherung
Bildnachweis: © panthermedia.net / Maciej Maksymowicz

Ein Oldtimer zieht alle Blicke auf sich. Wer sich als stolzer Besitzer eines solchen Wagens bezeichnen darf, der möchte die Freude beim Fahren genießen. Damit bei den Ausflügen keine bösen Überraschungen entstehen, muss auch der Oldtimer versichert werden. Hier gelten spezielle Bedingungen.

Aufnahmebedingungen für Oldtimer

Die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Oldtimers in eine Versicherung sind bei allen Versicherungsinstituten ähnlich. So gilt die Bedingung, dass der Wagen in Deutschland zugelassen ist. Ein Wagen darf dann als Oldtimer bezeichnet werden, wenn dieser durch sein Alter, den Erhaltungszustand oder der Verwendung nicht mehr handelsüblich ist. Desweiteren darf der Wagen nur mit Originalteilen repariert worden sein. Auch an den Besitzer werden spezielle Bedingungen gestellt. Dieser muss mindestens 25 Jahre alt sein und darf das Fahrzeug nur für private Zwecke nutzen. Das Alter kann je nach Versicherung variieren. Teilweise setzen die Anbieter die Altersgrenze auf 23. Pro Jahr darf das Fahrzeug nicht mehr als 8.000 km gefahren werden. Für die alltägliche Nutzung muss dem Fahrer ein weiteres Auto zur Verfügung stehen. Der Oldtimer muss eine Garage zur Verfügung haben.

Vergleichsweise günstige Konditionen

Wird der Wagen nach diesen Kriterien als Oldtimer anerkannt, so kann der Fahrer von bestimmten Konditionen profitieren. Da ein Oldtimer nur für Ausflüge in der Freizeit genutzt wird, besteht ein vergleichsweise geringeres Schadensrisiko. Ein Erstwagen ist aufgrund der täglichen Nutzung einem höheren Risiko ausgesetzt. Dieses verringerte Schadensrisiko wird auch bei der Versicherung berücksichtigt. Schadensrabatte entfallen und auch im Falle eines Unfalls erfolgt keine Zurückstufung des Versicherungsnehmers. Die Versicherungsprämie berechnet sich nach dem Alter des Fahrzeuges und nach der Art der Versicherung. Grundsätzlich gilt: Je älter dieses ist, desto niedriger fällt der zu zahlende Betrag an die Versicherung aus. Dieser Beitrag bleibt in der Regel auch nach einem Unfall unverändert.

Überblick: Die Versicherungstypen

Ebenso wie bei der Versicherung des Erstwagens bestehen mehrere Versicherungsmöglichkeiten für den Oldtimer. Neben der Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung gibt es für diese Fahrzeuge die Allgefahrendeckung. Diese Versicherung deckt alle Gefahren, wie Motor- und Bruchschäden sowie Schäden am Getriebe mit ab. Die Teilkaskoversicherung ist verpflichtend für alle Oldtimer und kann individuell aufgestockt werden. Hier ist der Wert des Wagens ausschlaggebend für die Höhe der Prämie. Dieser Wert wird in einem Gutachten festgesetzt, welches regelmäßig von einem Sachverständiger erstellt werden sollte. Dadurch kann der Versicherungsschutz an das Fahrzeug angepasst werden. Damit eine Oldtimer Versicherung in Anspruch genommen werden kann, muss der Wert des Autos bei mindestens 3.000 Euro liegen.

Bildnachweis: © panthermedia.net / Maciej Maksymowicz