„Oh, lieber Herr, so hilf denn doch, sonst erheben sie weiter nächste Woch‘!“ – Da möchte man ja schon mal wissen, wo denn die Statistiker stets und ständig die „statistische Masse“ finden, aus der dann immer auch noch eine „Mehrheit der Deutschen“ werden kann.

Reißt zur Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland die Diskussion nicht ab, gilt jetzt populär-soziologisch und statistisch betrachtet: Wenn schon Maut, dann eine pauschale Erhebung – zum Beispiel in Form einer Jahresvignette. So jedenfalls die Mehrheit der Deutschen (52 Prozent), erhoben im Rahmen der „repräsentativen Umfrage“ vom 21. Oktober bis 4. November und bundesweit bei etwa 1.400 Autofahrer/innen im Alter ab 18 Jahren. Und so sind es dann 560 der befragten Kraftfahrer oder deren 39 Prozent, die eine kilometerabhängige Berechnung bevorzugen würden. Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der DA Direkt Versicherung.
Eine streckenunabhängige „Kilometer-Flatrate“ wird dagegen bei jenen Kraftfahrern favorisiert, die als klassische Vielfahrer der Marken BMW oder Mercedes Benz gelten, während Fahrer der Marken Seat, Mitsubishi und Volkswagen, von denen auch ein größeres Kleinwagensortiment auf dem Markt ist, eher zur der kilometerabhängigen Berechnung tendieren.
Mancher denkt auch daran, die Maut vom Haushalts-Nettoeinkommen abhängig zu machen. Konträr dazu: Mit steigendem Einkommen – und wohl mit „dickeren“ Autos – präferiert man eher die Pauschale.
Auch nach Geschlecht unterschieden zeigt die Erhebung klare Tendenz: Über alle Altersgruppen hinweg gilt, dass fünf Prozent mehr Männer für die Vignette stimmen, als dies Frauen tun. Eines ist auch klar: Für den deutschen Autofahrer wird die Maut eine höhere finanzielle Belastung bedeuten.

Ob es aber grundsätzlich und auch individuell einer Jahresvignette bedarf, wenn man nur einmal im Quartal auf der Autobahn in den Urlaub unterwegs ist oder zu den Schwiegereltern fährt, schafft nicht zwingend die finanzielle Ausgewogenheit.