Der Auto Club Europa (ACE) hat untersucht, wie es um die Fahrweise von Frauen bestellt ist bzw. wie häufig sie für die Herbeiführung von Verkehrsunfällen verantwortlich sind. Die Untersuchung spricht eine klare Sprache: Frauen sind die besseren Autofahrer.

Was die Sicherheit im Straßenverkehr betrifft, so kommt es in der Tat wesentlich seltener vor, dass Verkehrsunfälle von Frauen verursacht werden. Gerade einmal ein Drittel der gemeldeten Verkehrsunfälle mit Personenschäden gehen auf das weibliche Geschlecht zurück. Die große Mehrheit entsprechender Unfälle ist somit auf männliche Verursacher zurückzuführen. Ebenso hat die Untersuchung des Automobilclubs ergeben, dass es sich bei gerade einmal 21,7 Prozent der Verkehrssünder um Frauen handelt – diese Zahl wurde für das Jahr 2008 erhoben. Hieran wird deutlich, dass es überwiegend Männer sind, die in der Flensburger Verkehrssünderkartei eifrig Punkte sammeln.

Andere Untersuchungen belegen schon seit langer Zeit, dass Frauen deutlich weniger aggressiv fahren. Dementsprechend begehen sie seltener Verkehrsdelikte, was ihnen auch im Hinblick auf das Thema Kfz-Versicherung einen Vorteil verschafft. Immerhin ist es so, dass es mehrere Versicherer gibt, die bei der Beitragsberechnung zwischen den Geschlechtern der Antragsteller unterscheiden. Weil Frauen weniger Unfälle und somit auch weniger Kosten verursachen, können sie von einem Beitragsvorteil profitieren.

Im Übrigen hat die Untersuchung des Auto Club Europa bestätigt, dass die Berücksichtigung von Regionalklassen bei der Kfz-Versicherung durchaus Sinn ergibt. Denn auch regional betrachtet ist ein unterschiedliches Fahrverhalten festzustellen. Frauen, die aus den neuen Bundesländern stammen, sind seltener in Verkehrsunfälle verwickelt. Die Spitzenreiter unter den weiblichen Unfallverursachern wohnen in Niedersachsen und dem Saarland: Sie weisen das größte Risikopotential auf.