Der jüngste Verkehrsgerichtstag 2013 in Goslar gab Einblick in diverse Arbeitskreise, wie den zum Thema „Schadenmanagement der Rechtsschutzversicherer im Verkehrsrecht“.

Auch wenn es oft schon ironisch heißt: drei Anwälte – vier Meinungen, herrschte Konsens darüber, dass Rechtsschutzpolicen zunächst mal „bezahlbar“ sein müssen.

Und als wichtig gilt bei Advokaten auch die freie Wahl des Rechtsanwalts. Denn „eine Lenkung durch monetäre Anreize verbietet sich“, wie der Vizepräsident des Deutschen Anwaltsvereins unmissverständlich erklärte.

Als abschließende Empfehlungen an den Gesetzgeber wurden publik:

1. Die Rechtsschutzversicherung nimmt für die Rechtspflege eine wichtige Funktion im Hinblick auf den Zugang zum Recht ein. Ebenso ist die Unabhängigkeit des Rechtsanwalts für eine funktionsfähige Rechtspflege unabdingbar.

2. Man ist sich darüber einig, dass dem Rechtssuchenden die freie Rechtsanwaltswahl offenstehen muss.

3. Mediation ist in geeigneten Fällen eine weitere, weil sinnvolle Leistung im Rahmen der Rechtsschutzversicherung. Der Zugang des Versicherungsnehmers zu qualifizierter anwaltlicher Beratung über seine rechtliche Situation im Rahmen einer Mediation muss gewährleistet bleiben.

4. Der Wandel am Markt für Rechtsberatung macht erforderlich, dass höhere Transparenz und Klärung unterschiedlicher Sichtweisen eintritt, dass zwischen Vertretern der Rechtsschutzversicherungen und der Rechtsanwaltschaft hierzu regelmäßige Gespräche aufgenommen werden.

5. Es wird empfohlen, Wissenschaft und Verbraucherschutz weiterhin an den Goslarer-Gesprächen zu
beteiligen.