„Hund am Steuer“ dürfte bei einer Schadensmeldung an die Kfz-Versicherung nicht nur für Schmunzeln, sondern auch für Probleme sorgen. Alleine der Hinweis, dass ein Hund mit an Bord war, aber nicht richtig gesichert wurde, kann bereits eine Leistungskürzung nach sich ziehen. Für Tierfreunde heißt das: Sich selbst und den Vierbeiner anschnallen, um niemanden in Gefahr zu bringen.

Maximilian Maurer vom ADAC nennt die Hintergründe: „Hunde gelten wie andere Tiere verkehrsrechtlich als Ladung, die im Auto gesichert werden muss.“ Denn schon kleine Hunde, die nicht mit einem speziellen Gurtsystem gesichert werden, bergen bei einem Unfall enormes Gefahrenpotenzial. Das Tier könnte sich erschrecken, beißen und kratzen, oder es wird durch den Innenraum geschleudert und verletzt die Insassen. Ganz zu schweigen davon, dass das Tier durch die Wucht des Aufpralls getötet werden kann. Nicht umsonst werden 50 Euro Bußgeld und drei Punkte in Flensburg fällig, wenn man mit ungesichertem Vierbeiner erwischt wird.

Möglichkeiten, einen Hund sicher im Auto zu transportieren, gibt es mehrere. Gitter und Netze, die vor allem in größeren Fahrzeugen wie Vans zum Einsatz kommen, haben sich bei einem Test der Allianz Kfz-Versicherung jedoch als nicht sehr zuverlässig erwiesen. Zudem können sie in älteren Modellen nur schwer befestigt werden. Als sicherer gelten Transportboxen, die mit dem Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz befestigt werden, und eigene Gurtsysteme für Hunde – immer entsprechend der Größe des Tieres ausgewählt, versteht sich.

Das Geld ist gut investiert. Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnt davor, die Tiere nicht zu sichern. Wurde ein Unfall durch einen ungesicherten Hund ausgelöst, gilt das bei der Kfz-Versicherung als grobe Fahrlässigkeit und wirkt sich auf die Leistung der Vollkasko-Versicherung aus. Sie zahlt möglicherweise nur einen Teil des tatsächlichen Schadens.