Beim Antrag auf eine Kfz-Versicherung sind zahlreiche Angaben zu machen. Das Spektrum der Daten ist bereit gefächert, unter anderem gilt es auch die voraussichtliche Laufleistung pro Jahr anzugeben. Hier verhält es sich so, dass sie dem Versicherer dabei hilft, das Risiko zu bewerten: Je häufiger jemand unterwegs ist, desto größer das Unfallrisiko.

Es sind grundsätzlich ehrliche Angaben zu machen, ansonsten würde ein Verstoß gegen die Versicherungsbedingungen vorliegen, der womöglich den Versicherungsschutz kostet. Nun ist es allerdings so, dass sich die jährliche Laufleistung mit der Zeit ändern kann. Ein ganz typischer Fall ist ein Wechsel des Berufs. Womöglich gilt es an Werktagen mehr Kilometer zurückzulegen, wodurch die Laufleistung steigt. Solche Änderungen sind zu berücksichtigen – und sollte sich herausstellen, dass die Jahreslaufleistung höher als der im Antrag einst angegebene Wert ist, so gilt es dies zu melden.

Etliche Autofahrer gehen davon aus, dass dieser Wert keiner Anpassung bedarf bzw. das Verschweigen einer höheren Jahreslaufleistung nicht schlimm ist. Allerdings darf man sich nicht täuschen, denn letztlich ist jeder Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, entsprechende Änderungen mitzuteilen. Wer hiergegen verstößt bzw. eine höhere Leistung nicht meldet, geht ein unnötiges Risiko ein.

Übrigens lohnt es sich nicht, auf diesem Weg zu versuchen, eine Ersparnis zu erzielen. Selbst wenn die jährliche Laufleistung deutlich zugelegt hat, bleiben die Auswirkungen auf den Versicherungsbeitrag im Regelfall überschaubar. Gerade deshalb ist es unsinnig, hier ein Risiko einzugehen.

Abschließend soll noch angemerkt werden, dass es sich lohnt, die jährliche Laufleistung regelmäßig zu prüfen. Womöglich ist man weniger als angenommen unterwegs und kann somit den Beitrag der Kfz-Versicherung senken – schließlich sind auch Anpassungen nach unten hin möglich.