Dass Autofahrer mit dem Wechsel der Kfz-Versicherung Geld sparen können, sollte hinlänglich bekannt sein. Doch selbst die größte Ersparnis scheint nur die wenigsten Versicherungsnehmer zu verleiten, der aktuellen Police den Rücken zu kehren und einer anderen Gesellschaft das Vertrauen zu schenken. Kurzum: Die Wechselbereitschaft lässt nach. Im vorigen Jahr erklärten bei einer Umfrage der LVM Versicherung noch 13 Prozent der Teilnehmer, eine neue Autoversicherung abschließen zu wollen. Dieser Wert sank in der aktuellen Wechselsaison auf zwölf Prozent.

Noch deutlicher wird die Skepsis vor einer neuen Kfz-Versicherung, wenn man die Zahl in ihre Einzelteile zerlegt. Denn nur zwei Prozent wollen ganz sicher nach einem neuen Anbieter suchen. Bei zehn Prozent ist es lediglich „wahrscheinlich“, dass sie auch Nägel mit Köpfen machen. Das sah vor einigen Jahren noch anders aus. Seinerzeit lag die Quote derer, die aufgrund des Beitrages, der Leistung oder eines eher mäßigen Service erst einen Kfz-Versicherungsvergleich bemühen und dann wechseln wollten, wesentlich höher. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass sich die Daten im Lauf des Novembers noch verändern können. Eine drastische Zunahme der Wechselwilligen ist indes eher unwahrscheinlich.

Das bestätigen auch die Daten, die von „Focus Online“ erhoben wurden. Die Studie, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut „forum!“, konzentrierte sich auf die emotionale Kundenbindung. Dabei wurde zwischen Fans, die sich auch im Bekanntenkreis positiv zur Kfz-Versicherung äußern, und Sympathisanten unterschieden. Das Ergebnis spricht für die Assekuranzen: Nur wenige andere Branchen hätten so treue Kunden. Daraus resultiere ein spürbares Nachlassen der Wechselbereitschaft. Immerhin 70 Prozent der Kunden sind so zufrieden, dass sie sich keine Gedanken über eine günstigere Police machen. In der Gesamtzufriedenheit ganz weit vorne rangiert die HUK24. Auf dem zweiten Platz folgen die DEVK, LVM und R+V. Platz drei belegen die Württembergische und die HUK-Coburg.