Bislang wurden bei Kfz-Versicherungsvergleichen immer nur einzelne Szenarien durchgespielt. Musterkunde A spart bei der Autoversicherung bis zu 300 Euro, Musterkunde B kann seine Ausgaben mit dem günstigsten Tarif um 500 Euro drosseln und der Fahranfänger C hat möglicherweise sogar 1.000 Euro mehr im Portemonnaie, wenn er sich die Mühe macht und die Angebote vergleicht. Doch wie ist es um das Sparpotenzial insgesamt bestellt? Dieser Frage ist jetzt Aspect Online nachgegangen und hat genauer gerechnet. Das Ergebnis ist eine Zahl mit vielen Nullen.

„Deutschlands Autofahrer können mehr als sieben Milliarden Euro sparen, wenn sie die Beiträge ihrer Kfz-Versicherung vergleichen und zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln“, erklärt das Portal in einer Pressemitteilung. Die Zahl beruht auf einer Vielzahl von Vergleichsrechnungen, die Kunden in der Zeit vom 6. bis zum 17. Oktober durchgeführt haben. Diese Daten wurden ausgewertet. Dabei ergab sich eine Beitragsspanne von durchschnittlich 350 bis 874 Euro. Im Mittel zahlen die Deutschen für ihre Autoversicherung also rund 540 Euro. Nimmt man nun den Mittelwert und den teuersten Tarif, beträgt das Sparpotenzial 35 Prozent. Bezogen auf das Prämienvolumen von insgesamt 20,1 Milliarden auf dem deutschen Versicherungsmarkt, macht das 7,1 Milliarden Euro, die – rein theoretisch – gespart werden könnten.

Für die Auswertung des Zahlenmaterials hat Aspect Online eine neue Datenbank entwickelt. Sie heißt CARINDA (Car Insurance Database) und erlaubt eine Analyse der aktuellen Preisentwicklung bei der Kfz-Versicherung. Dabei werden nicht nur die reinen Versicherungs-, sondern auch die tatsächlich kundenrelevanten Tarife berücksichtigt. Das Prinzip ist neu und gibt einen wesentlich besseren Überblick zum Marktgeschehen. Aktuell ziehen die Prämien wieder leicht an, so die Experten. Sie raten dazu, die Chance zu nutzen und durch einen Kfz-Versicherungsvergleich nach günstigen Alternativen zu suchen.