Elektroautos unterscheiden sich von Automobilen, die über einen Verbrennungsmotor verfügen, gleich in mehrfacher Art und Weise. Nicht nur der Verzicht auf fossilen Brennstoff macht einen großen Unterschied aus – auch die Antriebstechnik an sich, die sich unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass sie vergleichsweise leise ist. Während Fahrzeuge, die von Verbrennungsmotoren angetrieben werden, aufgrund der Motorentechnologie relativ laut sind, wirken Elektrofahrzeuge im direkten Vergleich äußerst leise.

Einige Leute sind der Meinung, dass dieser Umstand ein Problem darstellt – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Da wäre zunächst der fehlende und eigentlich für Autos so typische Motorensound. Gerade bei Sportfahrzeugen (die es ja mittlerweile auch im Bereich der Elektroautos gibt) darf laut Meinung etlicher Personen dieser Sound einfach nicht fehlen. Hierbei geht es ausschließlich um das Gefühl: Autofahrer sind es gewohnt, dass die Motorgeräusche deutlich zunehmen, sobald auf das Gaspedal getreten wird.

Beim zweiten Grund handelt es sich um das Thema Fußgängersicherheit. Autos mit konventionellem Antrieb sind im Straßenverkehr relativ gut zu hören: Das der brummelnden Motoren hört man oftmals schon aus mehreren hundert Metern Entfernung. Ganz anders beim Elektroauto: Die Motoren sind so leise, dass man sie kaum hört. Das wesentliche Fahrgeräusch wird von den Reifen erzeugt – allerdings ist dieses nicht annähernd so laut wie die Geräuschkulisse eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Die Gefahr besteht darin, dass Fußgänger einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind: So mancher Fußgänger verlässt sich stark auf sein Gehör. Schnell heranfahrende Elektrofahrzeuge können überhört werden – sollte dann keine Sichtkontrolle folgen, kann es schnell zum Unfall kommen.

Kein Wunder, dass es mittlerweile mehrere Unternehmen gibt, die Elektrofahrzeugen einen Motorensound verpassen. Man denke nur an den Tesla Roadster, der von Brabus getunt und dabei mit einem Soundmodul ausgestattet wurde. Außerdem will Toyota für die dritte Generation des Prius ebenfalls ein Soundmodul anbieten – allerdings nur gegen Aufpreis. Hintergedanke ist auch hier der Fußgängerschutz.