Die italienische Sportwagenschmiede Maserati hat zur diesjährigen IAA eine schöne Überraschung mitgebracht. Die Italiener haben eine SUV-Studie gezeigt, an deren Weiterentwicklung man bereits arbeitet. Demnach will die traditionsreiche Sportwagenmarke also doch in das SUV Segment einsteigen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Maserati mit diesem Thema auseinandersetzt. Als die Erfolgswelle der SUVs begann, arbeitete der Autohersteller ebenfalls an einem SUV – allerdings wurde das Vorhaben am Ende doch verworfen. Nun scheint man mutiger zu sein: Das Projekt soll umgesetzt werden, sodass eines Tages entsprechende Fahrzeuge in den Verkaufsräumen der Maserati Händler zu sehen sind.

Der wiederholte Anlauf ist vor allem der neuen Verbindung zur amerikanischen Marke Jeep zu verdanken. Maserati gehört nämlich zum Fiat Konzern, der wiederum Mehrheitsaktionär von Chrysler ist. Dementsprechend können die Italiener auf das SUV Know-how der Amerikaner sowie ggf. sogar auf Kfz-Teile zurückgreifen. Allerdings sollte man deshalb nicht vermuten, das Fahrzeug käme bald auf den Markt. Mit konkreten Daten haben sich die Italiener sehr zurückgehalten. Es könnte noch einige Jahre dauern, bis das SUV in die Produktion geht.

Die Pläne von Maserati werfen die Frage auf, ob ein SUV überhaupt zu der italienischen Sportwagenmarke passt. Allerdings ist diese Frage nur schwer zu beantworten, zumal der Fiat Konzern ohnehin unter Zugzwang steht – schließlich hatten weder Maserati noch Ferrari bislang ein SUV im Sortiment, dabei boomt dieser Markt nach wie vor. Außerdem würde es sich deutlich schwieriger gestalten, ein Ferrari SUV zu vermarkten. So gesehen hat Maserati gar keine andere Wahl.