Der Autokonzern Daimler hat 2009 2,6 Milliarden Euro Verlust gemacht. Das Rezept gegen die Krise von Daimler-Chef Zetsche klingt gut, ist aber Hausmannskost: Er verspricht automobile Feinkost.

Kein anderes Auto-Unternehmen in Deutschland ist so schlecht durch die Wirtschaftskrise gekommen wie Daimler. Während einige Marken ja von der Abwrackprämie überdurchschnittlich profitieren konnten – und die anderen deutschen Premium-Marken BMW und Audi die Wirtschaftskrise ebenfalls meistern konnten -, machte Daimler eben 2,6 Milliarden Euro Verlust. Eigenes Versagen sieht Zetsche nicht.

Der Daimler-Konzern sieht das genauso – und hat Zetsches Vertrag gerade um drei Jahre verlängert. Zetsches Visionen von automobiler Feinkost und einem Weltmeistertitel in der „Formel grün“ geben die Fahrtrichtung für die nächsten Jahre vor.

Manche Ziele sollen aber erst erreicht sein, wenn der neue Zetsche-Vertrag ausgelaufen ist (aber vielleicht wird der Vertrag ja wieder verlängert): 2015 darf die Daimler-Flotte nur noch 125g CO-2 pro km emittieren. Heutzutage beläuft sich dieser Wert noch auf 160g/km. Aber Zetsche sieht das Unternehmen auf einem guten Weg. Eben weil man automobile Feinkost im Angebot hat.
In den nächsten zwei Jahren werden 16 neue Modelle präsentiert, man entwickelt effizientere Motoren, es gibt eine Hybrid-Limousine, Elektro-Smarts und Brennstoffzellen-Autos zu kaufen.