Die meisten Autofahrer schätzen die Bedeutung der Kfz-Versicherung vollkommen falsch ein. Etliche Versicherungsnehmer stöhnen über hohe Versicherungsbeiträge – obwohl die Kosten noch viel höher bemessen sein könnten. Die Versicherer bieten ihren Kunden nämlich gute Leistungen für vergleichsweise wenig Geld an. Wie eine neue Untersuchung vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, macht die Mehrzahl der Kfz-Versicherer sogar Verlust.

Das Geschäft mit der Autoversicherung gilt in Deutschland nicht als profitabel. Der Markt ist zwar groß, doch der Wettbewerb ist mindestens genau so groß. Schon seit Jahren führen die Assekuranzen einen Preiskampf, der sich stark auf ihre Gewinnmargen auswirkt. Um Marktanteile halten zu können, sind immer mehr Versicherer dazu angehalten, ohne Gewinnmarge zu arbeiten – mit Überschüssen, die sie in anderen Versicherungssparten erzielen, werden die Verluste in der Kfz-Versicherungssparte ausgeglichen.

Allerdings können die Assekuranzen nicht dauerhaft auf diese Weise verfahren. Obwohl viele Kfz-Versicherer bereits damit begonnen haben, die Beiträge neuer Policen zu erhöhen, dürfte mit dem Trend nicht Schluss sein. Experten rechnen damit, dass die Kfz-Versicherungen noch teurer werden – anders können die Versicherer nicht im Geschäft tätig bleiben.
Preiserhöhungen betreffen aber nur selten Stammkunden. Solange man nicht den Versicherer wechselt oder ein anderes Fahrzeug versichert, kann vom alten und somit vergleichsweise niedrigen Beitrag profitiert werden. Langfristig wird man den Beitragserhöhungen jedoch nicht ausweichen können. Allerdings muss die Kfz-Versicherung nicht wesentlich teurer werden: Nicht alle Versicherer drehen an der Versicherungsschraube und teilweise fallen die Erhöhungen ohnehin nur moderat aus. Wichtig ist im Endeffekt nur eine Sache: Wer eine neue Kfz-Versicherung benötigt, sollte unbedingt auf einen Versicherungsvergleich setzen.