Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und ein Buch schreiben. Ein jeder denke sich das in individueller Reihenfolge. Wenn dann in der Mietwohnung auch eine Tochter herzlich willkommen ist, wenn der Baum zum Buchsbaum im Topf wurde und das Buch kein Roman wird, dann, ja dann kann man ja mal über ein neues Auto nachdenken. Vorausgesetzt, die Kinder haben einem nicht „die Haare vom Kopf gefressen“, die Finanzierung ist sicher und der Arbeitsplatz ist nicht gekündigt…

Wenn aber „der“ Deutsche sich einen Neuwagen leistet, ist er im Schnitt über 50, was ihn als Jahrgänger so alt macht wie noch nie, den Neuwagenkäufer sind im Schnitt 51,5 Jahre alt. Dagegen waren diese Käufer im Jahr 1995 mit 46,1 Jahren deutlich jünger. Das zumindest ist das Ergebnis einer neuerlichen Studie des CAR-Instituts der Uni Duisburg-Essen, die Anfang August 2011 in der „Bild“ publiziert wurden. Dabei wurde festgestellt, dass ein Großteil der jungen Menschen die Produkte in- und ausländischer Hersteller in nahezu allen Preisklassen als „zu teuer“ erachten und sie ihre Kaufkraft lieber für teurere Urlaubsreisen oder für Unterhaltungselektronik ausgeben.

Was immer dafür spricht, Seat-Käufer sind im Durchschnitt mit 45 Jahren die jüngsten im Studien-Vergleich. Auf den nachrangigen Plätzen machen sich die Käufer von Smart stark (45,6 Jahre), es folgen der Mini (45,8), der „Chevi“ (46,4) und der Alfa Romeo (47,7). Und eines bleibt wohl so, wie es schon immer war: Mercedes-Käufer sind mit 55,9 Jahren noch immer die Daimler-Fahrer. Ihnen folgen die Kaufkräftigen für einen Jaguar mit 55,4 Jahren, danach die, die den Subaru mögen (mit 55,1 Jahren) und dann gibt es die Käufer des Saab, des Lexus mit je 54,5 Jahren und die, die gerne einen Lancia hätten (mit 54,3 Jahren).