Die Ökozeitschrift „Schrot & Korn“ widmet sich dem Thema Sabbatical: Arbeitende Menschen nehmen dabei eine Auszeit, um neue Kraft zu gewinnen. Im Artikel wurden auch die Sabbatical-Programme von Daimler und BMW erwähnt.

Ausgedacht hat sich das Ganze der liebe Gott: In der Bibel steht, dass man sechs Jahre fleißig ackern soll – aber im siebten Jahr gibt es eine Pause – Sabbat eben. Genau dies wollen immer mehr Menschen machen: Sie wollen für eine Weile aus dem täglichen Arbeitsleben aussteigen, raus aus dem Alltagstrott, was Neues erleben und mal ganz was Anderes machen. Laut Schrot & Korn wünschen sich 72% aller Arbeitnehmer in Deutschland, mal eine Auszeit zu nehmen.

Man kann dies natürlich jederzeit tun und kündigen. Um sich dann für eine Weile eine Auszeit zu nehmen. Das könnte allerdings angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt zu einer unfreiwilligen Verlängerung des Sabbaticals führen – eben weil man einfach keinen neuen Job finden kann. Und weil eine freies Jahr bei vielen Personalern noch immer nicht gerade als Aushängeschild des beruflichen Engagements gesehen wird. Besser wäre es also, wenn man mit seinem bisherigen Arbeitgeber eine einvernehmliche Lösung findet.

Wie gut und wie angenehm, wenn das Unternehmen diese Möglichkeit von sich aus anbietet. Das erleichtert die Lage ungemein. Im Artikel werden die Autofirmen Daimler und BMW genannt, die bereits über Sabbatical-Programme verfügen. Daimler ist vor 20 Jahren damit an den Start gegangen. Genutzt haben es immerhin 400 Angestellte. Das Unternehmen wird mit den Worten zitiert: „Die Mitarbeiter kehren motiviert und mit aufgeladenen Akkus ins Unternehmen zurück“.

Besonders viele Mitarbeiter haben das BMW-Sabbatical-Programm genutzt: Zehntausend BMW-Mitarbeiter sind für 1 bis 6 Monate aus dem Job ausgestiegen. Die Mitarbeiter können sich bei BMW zusätzliche Freizeit im Umfang von 20 Tagen kaufen. Für BMW ist dieses Programm das Zeichen eines Unternehmens, das nachhaltig wirtschaftet.