Ach, was muss man doch von bösen…

…Buben und Verkäufern lesen…? – Im digitalen Markt des Autohandels werden beide Seiten immer öfter Opfer von Internet-Betrügern. Wenn inzwischen 90 von 100 Gebrauchtwagen online angeboten werden, sind längst auch diejenigen mit dabei, die auf dem virtuellen Marktplatz als Gauner auftreten.

Wenn die Daten des BKA tatsächlich stimmen, wurden bereits sechs Millionen deutsche Internet-Nutzer bei Online-Einkäufen betrogen. Wie aber sich verhalten, wie wehren, wie sich durchsetzen, wenn juristische Probleme, Mängel oder Betrug auftreten? Gemeinsam mit dem ADAC haben die Internet-Autoportale „mobile.de“ und „AutoScout24“ mit Infos der Polizei die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ gegründet.

Was sich als Masche derstellt und zu Betrug führen kann und wie man sich dagegen wehrt, liest sich wie folgt:

1. Achtung bei Vorkasse! Auf den Automärkten im Internet wird weder die Identität des Käufers geprüft, noch die Zahlungsfähigkeit und auch nicht, ob es das bebilderte und beschrieben Fahrzeug überhaupt gibt. Deshalb rät der ADAC, den Kaufpreis erst dann zu zahlen, wenn die Papiere und der Schlüssel übergeben wurden.

2. Ohne Sicherheit sind Zulassungsbescheinigungen oder amtliche Dokumente, die per E-Mail versandt werden. Hier lässt sich digital einiges fälschen und faken…

3. Was als absolutes „No Go“ gilt, ist die Offenheit mit wichtigen Informationen zum Versicherungsverhältnis. Auf Fotos, die ins Netz gestellt werden, sollte das Kfz-Kennzeichen durch ein – wenn auch bescheidenes Foto-Programm – ge-pixelt werden….

4. In jedem Fall ist Vorsicht geboten, wenn ein Kaufvertrag per E-Mail bestätigt wird. Eine solche Nachricht kann nämlich vor Gericht bedeutend werden. Antworten auf unerwartet eingehende E-Mails potenzieller Interessenten sollten eher erst gegeben werden, wenn telefonisch nachgefasst wurde. E-Mails sollten den vollständigen Sachverhalt und den Grund für die E-Mail beinhalten. Die digitale Korrespondenz ist auffindbar abzulegen.

5. Ist ein Verkäufer nur per E-Mail erreichbar und gibt er keine Telefonnummer an, ist großes Misstrauen angsagt.

6. Mit „Phishing-Mails“ versuchen Betrüger, an vertrauliche Daten des Verkäufers zu kommen. Emails werden gefaked, indem sich der Absender als vertrauenswürdige Person ausgibt. Wer sich zweifelsfrei und ordentlich schützt, der gibt keinesfalls Daten und Passwörter weiter…