Die Daimler-Tochter Smart zählt in Europa zu den führenden Autoherstellern wenn es um das Thema Elektromobilität geht. Während andere Autohersteller (einmal abgesehen von BMW, wo man den Elektro-Mini auch schon seit einer Weile in der Praxis testet) noch Konzeptfahrzeuge präsentieren, ist man bei Smart damit beschäftigt, die eigenen Elektroentwicklungen im Alltag einem harten Praxistest zu unterziehen. In Berlin und London rollen zwei größere Flotten an Elektrofahrzeugen, die wertvolle Testergebnisse ans Tageslicht bringen.

Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) schreibt, soll es nicht dabei bleiben. Daimler möchte sein Elektro-Engagement ausweiten und entsprechende Fahrzeugversuche auch in anderen Städten erproben. Noch in diesem Jahr soll der Elektro-Smart in weitere europäische Metropolen gebracht werden. Nach und nach werden die Fahrzeuge auch nach Hamburg, Madrid, Mailand, Pisa und Rom gebraucht – und auch in den USA soll eine Fahrzeugerprobung stattfinden.
Noch bis 2012 wird man beim Fahrzeugtest auf die zweite Generation des Elektro-Smart setzen. Bis dahin sollen dann rund 1.000 Einheiten für den Testbetrieb produziert worden sein. Im Anschluss soll die dritte Generation des Elektro-Smart erprobt werden. Eine der großen Neuerungen soll ein Lithium-Ionen Akku sein, den Daimler in Zusammenarbeit mit Evonik entwickelt.

Früheren Ankündigungen des Daimler Managements zufolge soll es ab 2013 dann endlich soweit sein: Der kleine Elektro-Flitzer soll dann in die Serienfertigung übergehen und für jedermann erhältlich sein. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass es Smart gelingt, die Reichweite (die momentan mit 130 Kilometern angegeben wird) und das Fahrzeug zu einem Preis anzubieten, der eine große Käuferzahl anspricht.